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Recht / Kinderschutz

Schwesig: Bund setzt Kinderschutz nicht konsequent um

In der Debatte um das geplante Kinderschutzgesetz hat Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig den Bund aufgefordert, die aus ihrer Sicht letzten Hemmnisse zu beseitigen.

"Die Vorlage des Bundes führt in die richtige Richtung, doch es ist nicht zielführend, wenn der wünschenswerte Ausbau des Projekts der Familienhebammen nach vier Jahren nicht mehr finanziert werden soll", sagte die Ministerin in Schwerin. Außerdem fehle im Gesetzentwurf immer noch die Verzahnung des Kinderschutzes mit der Kindergesundheit.

"Wenn Kommunen und Länder nach dem Anlauf sinnvoller Projekte, wie es beispielsweise bei den Mehrgenerationenhäusern geschehen ist, mit der Finanzierung allein gelassen werden, versanden sinnvolle sozialpolitische Vorhaben", so Schwesig weiter. Wenn der Bund sich bewege, sei auch die Zustimmung der kritischen Bundesländer denkbar. Der Vorschlag, die Betreuung durch Familienhebammen zu stärken, sei ja aus den Ländern gekommen.

Quelle: Ministerium für Soziales und Gesundheit