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Justizministerin für flexiblere Adoptionsmöglichkeiten

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger will Adoptionsmöglichkeiten flexibler gestalten. Insbesondere soll eine Adoption nicht an starre Vorgaben gebunden sein, wonach ein bestimmter Altersabstand zwischen Eltern und Kind nicht überschritten werden dürfe.

"Ich setze ein Fragezeichen, wenn die Landesjugendämter in ihren Empfehlungen Bedenken gegen einen Abstand von mehr als 40 Jahren äußern", sagte die Ministerin gegenüber der WamS. Ziel der Adoption sei ein funktionierendes Eltern-Kind-Verhältnis. Da große Altersunterschiede zwischen Eltern und Kind heute nichts Außergewöhliches mehr seien, könne man die Adoption auch nicht an starren Altersgrenzen festmachen.

Leutheusser-Schnarrenberger bekräftigte zudem ihre Unterstützung für ein Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare: "Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass Kinder in einer Lebenspartnerschaft genauso gut aufwachsen und sich entwickeln können wie in anderen Lebensgemeinschaften". In dieser Frage sei man sich mit dem Koalitionspartner allerdings uneinig. 

Im Hinblick auf Forderungen, Leihmutterschaften zuzulassen, äußerte sich die Ministerin skeptisch: Man dürfe Liberalität nicht mit Beliebigkeit verwechseln. "Nicht viele Grundsätze unserer Rechtsordnung sind so klar und beständig wie die Grundregel der Abstammung: Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat."

Den am 30. Mai 2010 in der Welt am Sonntag erschienenen Artikel können Sie unter folgendem Link nachlesen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article7838192/Justizministerin-plant-liberaleres-Adoptionsrecht.html

Quelle: PM Bundesministerium der Justiz vom 31.05.2010

asta

 

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