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Jugendlichen Inhaftierten eine Zukunft ebnen

Zwei Hände umgreifen Gitterstäbe
Bild: © paulo Jorge cruz - Fotolia.com

Mecklenburg-Vorpommern gibt Anregungen für den Jugendvollzug in New York City. Experten aus den USA und Großbritannien informierten sich in der Jugendanstalt Neustrelitz.

"Internationale Delegationen im Strafvollzug unseres Landes sind eine Ehre für Mecklenburg-Vorpommern. Das zeugt von guter Arbeit im Vollzug und der Bewährungshilfe, die über die Grenzen Deutschlands hinaus geschätzt wird", so Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) anlässlich eines Besuchs von sieben Vollzugsexperten aus den USA und Großbritannien in der Jugendanstalt Neustrelitz.
In der hochrangigen Delegation waren unter anderem Vertreter der Abteilung Strafvollzug in New York City, die zurzeit eine Strafvollzugseinrichtung nur für jugendliche Straftäter aufbaut. Mit dabei war auch die Leiterin der Abteilung Bewährungshilfe in New York, Ana Bermudez. Sie ist zuständig für die Ausbildung von Bewährungshelfern jugendlicher Straftäter. Die mittlerweile fast vierjährigen Erfahrungen des Landesamtes für Straffälligenarbeit waren für sie von besonderem Interesse.

Der Abteilungsleiter Strafvollzug im Justizministerium von Mecklenburg-Vorpommern, Jörg Jesse, hatte die Gäste durch die Anstalt geführt: "Die Delegation war beeindruckt von den Bemühungen der Jugendanstalt Neustrelitz, den jungen Inhaftierten eine Zukunft zu ebnen. Jugendliche berichteten von ihrer Schul- und Berufsausbildung hinter Gittern. Unsere Gäste interessierten sich auch sehr für die breite Palette an Projekten von der Tierzucht bis hin zu Sucht- und Sozialtherapien."

Justizministerin Kuder: "Justizvollzug und Bewährungshilfe sind in Mecklenburg-Vorpommern auf feste Füße gestellt. Die Resozialisierungsarbeit ist aktiver Opferschutz. Wenn sich andere Länder bei uns informieren, ist das Lob und Ansporn zur stetigen Optimierung zugleich."

Quelle: Justizministerium Mecklenburg-Vorpommernvom 08.03.2015