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EU und UNICEF fördern Registrierung von Geburten in Entwicklungsländern

Sein oder nicht sein: Erstmals werden Millionen neugeborener Kinder in acht AKP-Staaten dank eines Projekts von EU und UNICEF eine Geburtsurkunde erhalten.

Insgesamt sechs Millionen Euro fließen in die Einrichtung entsprechender Erfassungssysteme. Eine fehlende Geburtsurkunde hat gravierende Folgen: so ist die Registrierung bei Geburt oft unabdingbar für den Zugang zu Bildungs- und Gesundheitswesen oder die Beteiligung an Wahlen.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs sagte heute (Donnerstag) in Brüssel: "Die Eintragung ist das "erste Recht" jedes Kindes, und ich freue mich, dass wir dank dieses neuen Projekts einer ganzen Generation von Kindern helfen ihre Rechte zu schützen - nicht nur bei der Geburt, sondern lebenslang. Zusätzlich profitieren die Länder, weil sie ein klares Bild ihrer demografischen Entwicklung erhalten. Dies ist essentiell  für die Festlegung nachhaltiger Entwicklungsstrategien für die Zukunft."

Das Projekt in Zusammenarbeit mit UNICEF wird in Nigeria, Burkina Faso, Myanmar, Mosambik, Uganda, Kiribati, Vanuatu und auf den Salomonen eingeführt. Die neuen digitalen Erfassungssysteme werden eine kostenlose und einfache Registrierung auch für  Menschen ermöglichen, die in abgelegenen Gebieten leben. Derzeit ist in Afrika und Asien weniger als die Hälfte aller Kinder registriert.

Mehr Informationen (in englischer Sprache) finden Sie hier.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 05.07.2012