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Recht / Europa

Erfolg im Kampf gegen Kinderhandel

Das Parlament der Europäischen Union hat das neue EU-Gesetz zu Menschenhandel unterzeichnet. Plan setzt sich mit ECPAT gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen ein. Die Unterzeichnung des neuen Gesetzes ist ein Teilerfolg im Kampf gegen Kinderhandel.

Gemeinsam mit ECPAT und The Body Shop setzt sich Plan in der Kampagne "Stoppt Sex-Handel mit Kindern & Jugendlichen" gegen den Handel mit Kindern und Jugendlichen ein. Die Unterzeichnung des neuen EU-Gesetzes diese Woche ist ein Schritt zu mehr Schutz und Gerechtigkeit für die Opfer. Seit August haben über 85.000 Menschen mit ihrer Unterschrift bei der Petition von ECPAT die deutsche Regierung aufgerufen, die Opfer von Kinderhandel ausreichend und kindgerecht zu unterstützen, entschieden gegen Kinderhandel vorzugehen und ein Meldesystem aufzubauen. 

Kinder wahrnehmen und schützen

Erika Georg-Monney, Vorsitzende von ECPAT Deutschland e.V. sieht in dem neuen EU-Gesetz gegen Menschenhandel eine deutliche Verbesserung: "Endlich werden nun auch Kinder und Jugendliche als Opfer von Menschenhandel wahrgenommen. Die im EU-Gesetz verankerte frühe Identifizierung von Opfern, die kindgerechte Unterstützung durch die Behörden und Opferberatungsstellen begrüßen wir als einen entscheidenden Schritt nach vorne. Handel mit Kindern wird bisher von der Politik und der Äffentlichkeit in Deutschland meist übersehen, wenn von Menschenhandel die Rede wird, obwohl es in unserem Land ein großes Problem mit einem erheblichen Dunkelfeld gibt. Damit es uns gelingt, dass die von der EU beschlossenen Verbesserungen auch bald in Deutschland Anwendung finden, rufen wir die Menschen dazu auf, unsere Kampagne mit ihrer Unterschrift zu unterstützen." 

Neue Gesetzesgrundlage

Das neue EU-Gesetz legt fest, dass die Mitgliedstaaten härtere Strafen für die Täter und einen besseren Schutz für die Opfer zusätzlich zu Präventionskampagnen in einen ganzheitlichen Ansatz integrieren. Alle Maßnahmen für Kinder und Jugendliche sollen sich am Kindeswohl orientieren. Sie sind auch durch Menschenhändler gefährdet. Der Kinderhandel zu sexuellen Zwecken nimmt zu. Etwa 1,8 Millionen Mädchen und Jungen werden sexuell ausgebeutet. Schlepper und internationale Händlerringe sind überall aktiv; sie kaufen, locken oder verschleppen jährlich Hunderttausende von Minderjährigen in die Prostitution. In der globalisierten Welt sind sie eine begehrte Ware, denn mit ihnen lässt sich schnell und viel Geld verdienen.

Quelle: Plan International Deutschland e.V.

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