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„Vertrauliche Geburt“: Deutscher Verein sieht Schlüsselrolle bei Schwangerenberatungsstellen

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. begrüßt die vertrauliche Geburt und die zentralen Aufgaben der Schwangerenberatungsstellen in diesem Kontext. Für die erfolgreiche Umsetzung sei jedoch die Kooperationsbereitschaft weiterer Institutionen erforderlich.

Im Bundesrat wurde am 5. Juli das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt beschlossen, das am 1. Mai 2014 in Kraft treten wird. In Zukunft werden Schwangere, die anonym bleiben wollen, von den Beratungsstellen über das Angebot der vertraulichen Geburt informiert. Willigt die Schwangere in das Verfahren ein, übermittelt die Beratungsstelle ihre persönlichen Daten an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. stellt die Schlüsselrolle der Schwangerenberatungsstellen heraus. Eine flächendeckende Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelung sei nur möglich, wenn bis Mai 2014 die erforderliche Weiterqualifizierung und Vernetzung der Fachberatungskräfte erfolgt. Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., sieht nicht nur die Schwangerenberatung herausgefordert: „Im Verfahren der vertraulichen Geburt arbeiten die Schwangerenberatungsstellen mit zahlreichen weiteren Akteuren zusammen. Die erfolgreiche Umsetzung des Gesetzes wird auch von deren Kooperationsbereitschaft abhängen.“

Quelle: Deutscher Verein vom 08.07.2013