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Open world - Happy People

Jugendliche als Expert(inn)en für den Dialog der Kulturen: Globale Werte für eine globale Welt "Open World - Happy People". Ein Projekt, in dem gemeinsam mit Jugendlichen und Experten ein Fünf-Tage-Training über "Globale Werte" entwickelt wurde.

Strukturebene: Bund

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Jugendsozialarbeit

Kurzbeschreibung / Projektziele:

Das Problem

 

Die globalisierte, "eine" Welt stellt Jugendliche und junge Erwachsene vor große Herausforderungen. Galt es früher, in der "geteilten" Welt, in die jeweils eigene Kultur hineinzuwachsen (mit jugendtypischen Formen der Auseinandersetzung und Weiterentwicklung von überkommenen Traditionen), so sehen sich Heranwachsende heute mit vielen unterschiedlichen Kulturen gleichzeitig konfrontiert. Schulklassen in allgemeinbildenden wie in berufsbildenden Schulen sind multiethnisch und multikulturell zusammengesetzt: die aus der jeweiligen Familiensozialisation stammenden Weltbilder, Lebensstile oder Wege des Konfliktmanagements werden relativiert, in Frage gestellt, sind unter Umständen nicht mehr kompatibel. Weltanschauungen aus grundverschiedenen religiösen und soziokulturellen Ursprüngen konkurrieren um Gültigkeit, ungleiche Interpretationssysteme und Handlungsmuster stehen einem kooperativen Miteinander im Weg. Der Verlust von Orientierungen, die in der Familiensozialisation als allgemeinverbindlich vermittelt wurden, frustriert, verunsichert und beängstigt. Viele Angehörige multikulturell zusammengesetzter Gruppen ziehen sich in die Subgruppe ihrer eigenen Kultur oder Ethnie zurück. Es entstehen Rivalitätsverhalten, hartnäckige Missverständnisse, chronisch schwelende Konflikte, Eskalationen bis hin zum Gewaltausbruch. Häufig werden politische oder ethnische Auseinandersetzungen aus den Ursprungsländern in den Mikrokosmos der Gruppe übertragen.

 

Das Projekt "Open World - Happy People" entwickelt ein universell einsetzbares Gruppentraining von fünf Tagen. Es wird für den Einsatz z.B. in Jugendhäusern, Schullandheimen, Freizeiten, Camps usw. konzipiert und evaluiert. Das Training wird in der Projektphilosophie entsprechend bilingual in Englisch und in Deutsch entwickelt.

 

Für die bestmögliche Distribution des Trainings wird eine Trainerschulung konzipiert, die Mitarbeitende von zukünftigen Anbietern in die Lage versetzt, das Training einzusetzen: Jugendverbände, Behörden, Jugendherbergen, Schulen, Freizeitanbieter oder auch Firmen. Für diese Anbieter soll auch längerfristig eine Möglichkeit zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch bestehen, um das Training in der Praxis weiterzuentwickeln.

 

Ansprechpartner: Dr. Michael Kalff

Multikulturell zusammengesetzte Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Schul- oder Berufsschulklassen, Arbeitsteams, Vereine, Jugendgruppen etc., 14-25 Jahre) sollen über die Grenzen ihrer Subgruppen hinweg effizient kooperieren können. Das setzt gegenseitiges Verständnis, interkulturelle Kompetenz, Toleranz, aber auch emotionale Integrität und reflektierte Identität der einzelnen Gruppenmitglieder voraus. Die Teilnehmenden lernen, sich mit ihrer jeweiligen Herkunft in der "einen" Welt zuhause zu fühlen und sicher zu bewegen. Sie verstehen die unterschiedlichen Kulturen und die entstehende globale Kultur als Ausdruck von grundlegenden Motiven, die allen Menschen gemeinsam sind und die auch ihr eigenes Leben durchziehen.

Schlagworte:
Integration, Interkulturelle Erziehung, Interkulturelle Kompetenz, Multikulturalität, Demokratie, Jugendliche/-r, Jugendleiter/-in, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Globalisierung, Forschung, Wissenschaft, Bildung, Kultur, Lernen, Religionsgemeinschaft

Projektträger: Open Mind Talent Training

Adresse:
Im Wolfacker 5
Telefon: 07633 9395-20
Telefax: 07633 9395-18
E-Mail: kontakt@DontReadMeopenmind-training.de

Adresse als Kontakt (.vcf-Datei) speichern

Internetadresse: http://www.openmind-training.de

Kooperationspartner:

Durch entimon gefördert im Rahmen des Aktionsprogramms "Jugend für Toleranz und

Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und

Antisemitismus"

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