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Gastfamilien, Vormundschaften und Patenschaften für junge Flüchtlinge

Eine qualifizierte professionelle Begleitung der Gastfamilien wird von allen Expert_innen als entscheidend für ein Gelingen der Hilfeform ‚UMF in Gastfamilien’ hervorgehoben. Wie kann diese konkret ausgestaltet werden?

Strukturebene: Bund

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendschutz
  • Andere Aufgaben
  • Hilfen zur Erziehung

Kurzbeschreibung / Projektziele:

Von September bis Dezember 2015 führte das Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V. im Auftrag und in enger Abstimmung mit dem BMFSFJ ein Pilotprojekt zum Thema Gastfamilien für UMF durch. Ziel war zunächst, sich einen Überblick über bundesweite Trends und Entwicklungen zu verschaffen.

Die bundesweite Bestandsaufnahme hat unter anderem nahegelegt, die Themen „Gastfamilien“ mit den Themen „ehrenamtliche Vormundschaften“ und „Patenschaften“ zu verknüpfen. Also weitere Angebote, die einerseits das Spektrum der Hilfen und Unterstützung für die in ihren Bedarfen deutlich inhomogene Gruppe UMF erweitert und die andererseits eine (ebenso inhomogene) Gruppe von Menschen anspricht, deren kleinster gemeinsamer Nenner der ist, dass sie sich für zivilgesellschaftliches Engagement aktivieren lässt.

Die Ausweitung des Projektes um die genannten Bausteine erleichtert möglicherweise die Werbung und Akquise von Menschen, die sich für das Thema UMF interessieren, aber über unterschiedliche zeitliche und persönliche Ressourcen verfügen. Gleichzeit ist es aber notwendig, die drei Bereiche inhaltlich sorgfältig zu beschreiben, sie voneinander abzugrenzen und die Rollen und Aufgaben, die damit verbunden sind, klar zu definieren. Damit soll einer Absenkung von Standards vorgebeugt und bereits im Ansatz entgegengewirkt werden.

In dem Folgeprojekt, das bis Ende 2017 geplant ist und in Kooperation mit der Diakonie Deutschland durchgeführt wird, sollen an mehreren Standorten – ausgewählt nach Kriterien wie: Stadtstaat/ Flächenstaat; Ost / West; ländlich / städtisch - Modellregionen identifiziert werden, in denen ein Rahmenkonzept an die regionalen Gegebenheiten der Modellstandorte on-the-job so angepasst wird, dass es die kommunalen Besonderheiten berücksichtigt, im Kern aber erkennbar und standardisiert bleibt.

Dabei soll sich das Rahmenkonzept explizit auch auf die Bereiche Patenschaften und ehrenamtliche Vormunde beziehen, diese Bereiche vernetzen und miteinander verknüpfen, sie aber auch deutlich inhaltlich profilieren und voneinander abgrenzen.

Die Implementierung vor Ort soll laufend ausgewertet und an den Prozess angepasst werden, so dass die gewonnenen Erkenntnisse wiederum auf andere Kommunen bzw. Städte übertragbar werden. Zu Beginn findet eine gemeinsame Schulung / Qualifizierung aller teilnehmenden Fachkräfte der Modellregionen statt. Sie stellt das gemeinsame Fundament dar und dient neben dem Austausch unter den Teilnehmer_innen der Etablierung gemeinsamer Standards.

Schlagworte:
Pflegefamilie, Vormundschaft

Projektträger: Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V.

Adresse:
Stresemannstr. 78
10963 Berlin
Telefon: 030 210021-21
Telefax: 030 210021-24
E-Mail: Info@DontReadMekompetenzzentrum-pflegekinder.de

Adresse als Kontakt (.vcf-Datei) speichern

Internetadresse: http://www.kompetenzzentrum-pflegekinder.de

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