zur Übersicht
>

Familie und Medien

Fortbildungsinitiative für Fachkräfte in der Familienhilfe in Nordrhein-WestfalenFamilien sind heute der zentrale Ort der Mediennutzung.

Strukturebene: Nordrhein-Westfalen

Handlungsfeld:

  • Förderung der Erziehung in der Familie

Kurzbeschreibung / Projektziele:

Die Medienlandschaft hat sich stark verändert und die Lebenssituation von Familien befindet sich ebenfalls in einem Wandel. Familien brauchen daher medienpädagogische Unterstützung, insbesondere in schwierigen Lebensumständen. Es besteht ein erheblicher Förderbedarf in Fragen der Mediennutzung in der Familie. Im Rahmen des ganzen Spektrums der Familienhilfe soll die Frage der Förderung von Medienkompetenz als Querschnittsaufgabe stärker beachtet werden. Dazu sollen im Rahmen dieses Projektes Fortbildungsangebote entwickelt werden.

Medienpädagogische Fortbildungsangebote für Fachkräfte in der Familienhilfe sind noch ein Neuland, es kann nur auf wenige bereits vorliegende Erfahrungen zurückgegriffen werden. Daher handelt es sich bei den hier zu entwickelnden Fortbildungsmodulen um beispielhafte Pilotansätze, die als erfolgreiche Multiplikator(inn)enschulungen weitere Projekte anregen sollen. Dazu sollen die bereits vorhandenen Netzwerkstrukturen genutzt bzw. weiter entwickelt werden. Die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen (Familien mit Kindern im Vorschulalter bzw. Schulkindern und Jugendlichen, Familien mit nur einem Elternteil, Migrant(inn)enfamilien, sozial benachteiligte Familien, Familien mit erzieherischen Schwierigkeiten) werden in der Konzeption der Fortbildungsmodule besonders beachtet. Die Orientierung an einem Sozialraumkonzept ist dabei eine leitende Orientierung in der Umsetzung der Praxis-Modelle.

Die Multiplikator(inn)enschulung wird nicht mit fertig vorkonfektionierten Bestandteilen durchgeführt, sondern es sollen im ersten Teil eine Vertiefung der jeweils bereits vorhandenen Grundlagen und dann spezielle Praxiseinheiten entwickelt werden.

Die Fortbildung erfolgt daher in zwei Modulen:

- Das erste Modul, welches für pädagogische Mitarbeiter/-innen in allen Arbeitsfeldern angewandt werden soll, beinhaltet im Wesentlichen die Didaktik und die Ziele medienpädagogischer Arbeit in und für Familien. Dazu gehören Definitionen und Modelle von Medienkompetenz, Fakten über Mediennutzung, Typen von Mediennutzer(inne)n sowie die Förderbereiche der Medienkompetenz.

- Das zweite Modul, welches auf die einzelnen Arbeitsfelder mit ihren unterschiedlichen Zielgruppen, Konzeptionen und Aufgaben abgestimmt sein muss, sollte die jeweilig anzuwendende Methodik vermitteln. Dies könnten z.B. Techniken der Medienkritik für Gruppen sein, die sich unter Medieneinfluss unreflektiert verschulden oder Methoden des Umgangs mit Techniken für Zielgruppen, die unzureichende Zugangsmöglichkeiten zu neuen Medien haben.

Beide Fortbildungsmodule werden mit Bezug auf Problemsituationen von Familien in verschiedenen Lebenslagen zur Bewerbung ausgeschrieben und ausgewählten

möglichen Interessent(inn)en speziell angeboten. Bewerben können sich Netzwerke, Träger und Verbände aus allen Bereichen der Familienhilfe im weitesten Sinn, wobei angegeben werden muss, für welchen Problembereich sie sich interessieren. In einer gemeinsamen Abstimmung wird der spezielle Bedarf der fachlichen Partner/-innen berücksichtigt.

Unter der Leitung eines multiprofessionellen Teams aus Wissenschaft, Medienpraxis und Familienhilfe werden speziell trainierte Projektteams diese Fortbildungen durchführen. Mit den Teilnehmenden wird gemeinsam das spezifische Praxismodul (zweiter Teil der Fortbildung) erarbeitet. Die Praxisprojekte werden in ihrer Umsetzung begleitet und können in Best-Practice-Wettbewerben ausgezeichnet werden.

Durch diese Methodik gelingt es in einzigartiger Weise auf die Bedürfnisse der Fortbildungsteilnehmer/-innen einzugehen. Es kann dann auch mit größerer Sicherheit im zweiten Teil der Fortbildungen ein Praxisprojekt erarbeitet werden, das für die jeweiligen lokalen Bedarfe und besondere Problemlagen eine größtmögliche Relevanz hat.

Ansprechpartnerin:

Dörte Schlottmann

Förderung der Medienerziehung in der Familie

Schlagworte:
Kinder- und Jugendschutz, Migration, Fortbildung, Medienerziehung, Medienkompetenz, Medienpädagogik, Familie

Projektträger: Familie und Medien, c/o JFC Medienzentrum Köln

Adresse:
Hansaring 84 – 86
Telefon: 0221 1305615-0
Telefax: 0221 1305615-99
E-Mail: schlottmann@DontReadMejfc.info

Adresse als Kontakt (.vcf-Datei) speichern

Internetadresse: http://www.familieundmedien.de

Kooperationspartner:

- JFC Medienzentrum Köln

- Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

- Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf e.V.

Förderer:

- Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen

- Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)

Info-Pool