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Bindeschuh

Kunst mit geistig behinderten Menschen

Strukturebene: Hessen

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendarbeit

Kurzbeschreibung / Projektziele:

In Absprache mit interessierten Eltern und unter Mitwirkung ihrer geistig behinderten Kinder im Alter von 12 bis 33 Jahren, wurde im November 1992 die Einrichtung eines "Malkurses" zwischen dem Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Fulda und der Lebenshilfe Fulda-Hünfeld e.V. vereinbart.

 

Gleich im Wintersemester 1992/93 startete das Projekt als Lehrveranstaltung mit 12 geistig behinderten Menschen und 14 Studierenden unter dem Titel "Kunst mit geistig behinderten Menschen".

 

Für die geistig behinderten Mitglieder soll die Teilnahme am Projekt zuvörderst die Entfaltung und Erfahrung ihrer gestalterischen Fähigkeiten im bildnerischen Bereich ermöglichen. Dafür ist es schon fast ausreichend, ihnen Raum, Zeit und Material zur Verfügung zu stellen.

 

Im Projekt werden keine (kunst-)pädagogischen Ziele verfolgt, die einer weit verbreiteten, primär an der Beseitigung von Defiziten orientierten Interventions- oder Lehrplanpädagogik zugerechnet werden könnten. Zum Zweck einer deutlichen Abhebung wurde die entsprechende Position (bewusst widersprüchlich) früher als "zielfreie Entwicklungsförderung" bezeichnet. Inzwischen wurde die "Methode der leicht zurückweisbaren Angebote" als spezifischer pädagogischer Ansatz, dem die Projektarbeit weitestgehend verpflichtet ist entwickelt. Dieser Ansatzes gestattet es, Entwicklungsmöglichkeiten für die behinderten Projektmitglieder zu eröffnen und ihnen zugleich im großem Umfang die Gestaltung ihrer eigen Entwicklung zu überlassen.

 

Im Projekt werden auch keine eng bestimmbaren therapeutische Ziele verfolgt. Insofern aber das Projekt für die behinderten Mitglieder ein sehr komplexes soziales Ereignis ist, das vielfältige Handlungs- und Lernmöglichkeiten bietet, kann es selbstverständlich, vor allem auf dem Hintergrund eines deutlich gefestigten Selbstwertgefühls, dazu kommen, dass die Erfahrung künstlerischer und sozialer Gestaltungsfähigkeit auf sonstige Lebenszusammenhänge verallgemeinert werden. Zuweilen sind offenbar die Erfahrungen im Projekt in beeindruckender Weise die Basis dafür, das eigene Leben selbst zu gestalten bzw. sich die dafür nötigen Unterstützungen zu organisieren.

Die Erfahrungen im Projekt können zu weitreichenden und höchst unterschiedlichen Konsequenzen führen. Diese Konsequenzen sind nicht explizit intendiert, sind aber gleichsam im Ansatz des Projekts impliziert.

 

 

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Gert Gekeler

Tel.: 0661 9640238

Für die geistig behinderten Mitglieder soll die Teilnahme am Projekt zuvörderst die Entfaltung und Erfahrung ihrer gestalterischen Fähigkeiten im bildnerischen Bereich ermöglichen. Für die Eltern der behinderten Projektmitglieder geht es um die Wahrnehmung von Entwicklungschancen für ihre Kinder und um eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für diese.

Schlagworte:
Behinderung, Behindertenhilfe, Kultur, Projekt, Projektarbeit

Projektträger: Fachhochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen

Adresse:
Marquardstraße 35
36039 Fulda
Telefon: 0661 9640238
E-Mail: bindeschuh@DontReadMesw.fh-fulda.de

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Internetadresse: http://www.bindeschuh.de

Kooperationspartner:

Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Fulda und Lebenshilfe Fulda-Hünfeld e.V.

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