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Demografischer Wandel

„Zukunftswerkstatt Kommunen“ – Modellprojekt des Bundes startet

Ein Großvater mit Sohn und Enkel auf dem Rücken sind glücklich im Garten zu sehen.
Bild: © wavebreak3 - fotolia.com

Die Gesellschaft wird älter und diverser, mittelfristig aber auch kleiner. Als eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit, stellt der demografische Wandel damit auch Kommunen vor neue Aufgaben. Um die Gestaltung dahingeend notwendiger Veränderungen und die Entwicklung moderner Konzepte zu fördern, hat das BMFSFJ nun ein Modellprojekt für die Schaffung lebenswerter Kommunen gestartet.

Damit Kommunen langfristig für alle Generationen attraktiv bleiben, unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bis 2024 ausgewählte Gemeinden, Städte und Landkreise im Rahmen des neuen Modellprojekts „Zukunftswerkstatt Kommunen – Attraktiv im Wandel“ bei der Entwicklung von individuellen Lösungen.

Bundesseniorenministerin Christine Lambrecht: „Wenn wir den demografischen Wandel als Chance sehen und Jung und Alt zusammendenken, werden wir lebenswerte Orte für alle schaffen. Um neue Wege zu entwickeln, haben wir gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden 40 sehr unterschiedliche Gemeinden, Städte und Landkreise ausgewählt. Zusammen wollen wir vielfältige, innovative Lösungen für altersfreundliche Kommunen finden, wo sowohl die ältere Bevölkerung als auch die junge Generation gerne leben. Neben der Beratung durch externe Fachleute setzen wir dabei auf eine starke Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern.

Ziel des Projekts ist es, Kommunen zu unterstützen, Strategien zu erstellen und umzusetzen, die allen Altersgruppen in ihren jeweiligen Lebenslagen gerecht werden. Konkret geht es darum, die Attraktivität eines Ortes für Alteingesessene und Zugezogene zu erhalten oder zu steigern, die kommunale Identität zu stärken und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund für ein starkes gesellschaftliches Miteinander zu fördern.

Dafür durchlaufen die Kommunen in den nächsten Jahren fünf Schritte, vom Kick-Off bis zur Zwischenbilanz. Zum Start wird eine umfassende Analyse der jeweiligen Stärken und Schwächen erstellt.

Ausgewählt wurden Kommunen aus 13 Bundesländern, die mehrheitlich in strukturschwachen Gebieten liegen. Sie sind städtisch sowie ländlich geprägt mit Einwohnerzahlen von ca. 240 bis über 750.000 Menschen. Darunter beispielsweise der Landkreis Rostock, Bremerhaven, der Landkreis Düren, Frankfurt am Main, das bayerische Furth und Zwickau.

Weitere Informationen dazu sind auf der Projektwebsite zu finden.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 08.09.2021