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Deutscher Städtetag

Zukunftsideen für lebendige Innenstädte unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen

Blick auf eine Unterführung mit fahrenden Trams
Bild: © TIMDAVIDCOLLECTION - Fotolia.com

Wie der Wandel der Innenstädte gelingen kann, zeigt der Deutsche Städtetag in seinem Positionspapier "Zukunft der Innenstadt". Der Deutsche Städtetag empfiehlt unter anderem eine besondere Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bei der Ausgestaltung in Stadtentwicklungskonzepten.

„Städte sind Orte für Menschen. Orte für Jung und Alt. Für Familien und Alleinstehende, zum Leben und zum Wohnen, genauso wie zum Arbeiten. Städte sind Orte für Bildung, Erholung, Events und Kultur. Unser Auftrag ist es, die Angebote in den Innenstädten an die neuen Bedürfnisse und Erwartungen der Menschen anzupassen. Wir brauchen einen neuen Mix. Diese Weiterentwicklung der Innenstädte und Stadtteilzentren wollen wir gestalten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy.

Förderprogramm für Innenstädte

Damit dieser Wandel gelingt, brauchen die Städte ein Förderprogramm Innenstadt vom Bund – 500 Millionen Euro jährlich für 5 Jahre und möglichst flexibel und einfach zu handhaben. Auch rechtliche Hürden müssen abgebaut werden, etwa beim Bauplanungsrecht. Dazu gehört es z. B. die gemischten Nutzungen von Flächen besser zu ermöglichen, also etwa Handel, Kultur, Arbeiten und Wohnen.

Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte: „Städte müssen gestalten können. Wir haben eine Idee von den Innenstädten der Zukunft. Dafür müssen wir den kommunalen Spielraum für Experimente erweitern. Es gibt keine Patentlösungen."

Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen stärker berücksichtigen

Bei den Akteurinnen und Akteuren vor Ort spielen insbesondere Initiativen der Zivilgesellschaft sowie interessierter Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle. Sie leben und erleben tagtäglich ihre Innenstadt und können konkrete Anregungen aus der Praxis liefern. Innenstädte und Stadtteilzentren sind aber auch Lebensorte von Kindern und Jugendlichen. Sie sind bei der Gestaltung des städtischen Lebens aktiv einzubeziehen. Die Kinder- und Jugendfreundlichkeit öffentlicher Räume muss gestärkt und Innenstädte als Begegnungs- und Aufenthaltsorte für junge Menschen gestaltet werden, beispielsweise durch die Schaffung von attraktiven Jugendorten.

Das Positionspapier „Zukunftsideen der Innenstadt" ist auf der Website des Deutschen Städtetages zu finden.

Quelle: Deutscher Städtetag vom 09.07.2021