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Sozialpolitik / Jugendsozialarbeit

Vier von fünf Jugendlichen werden im Wunschberuf ausgebildet

Ein junger Mann ist als Auszubildender auf einer Baustelle.
Bild: © goodluz - Fotolia.com

Die Mehrheit der Bewerberinnen und Bewerber, die eine betriebliche Ausbildungsstelle finden konnte, wird in ihrem Wunschberuf oder einem ihrer Wunschberufe ausgebildet. Diese Personen sind mit ihrer aktuellen beruflichen Situation deutlich zufriedener als diejenigen, die in anderen Berufen als ihren Wunschberufen ausgebildet werden. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen BA/BIBB-Bewerberbefragung 2018, die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) durchgeführt wurde.

83 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber, die eine betriebliche Ausbildungsstelle finden konnten, wird in ihrem Wunschberuf oder einem ihrer Wunschberufe ausgebildet. Die Ergebnisse verweisen darauf, dass es den meisten Bewerbern und Bewerberinnen gelungen ist, eine Ausbildungsstelle im Wunschberuf zu finden.

Unterschiede bei der Realisierung des Wunschberufs

Unter anderem gaben Männer häufiger als Frauen an, dass ihr Ausbildungsberuf ihr Wunschberuf sei. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich bereits in früheren Jahren um eine Ausbildungsstelle beworben hatten („Altbewerber/-innen“) befanden sich seltener im Wunschberuf als Personen, die sich erstmalig bewarben. Auch konnten Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund seltener ihren Wunschberuf realisieren.

Interessanterweise berichteten Studienberechtigte seltener, sich im gewünschten Ausbildungsberuf zu befinden als Bewerberinnen und Bewerber mit mittleren Abschlüssen. Ein Grund für dieses Ergebnis könnte sein, so vermutet das Autorenteam, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene mit Studienberechtigung häufiger für Berufe mit einer starken Konkurrenzsituation interessieren, also für Berufe wie zum Beispiel Mediengestalter/-in oder Veranstaltungskaufleute, in denen es mehr Bewerberinnen und Bewerber als zur Verfügung stehende Ausbildungsplätze gibt.

Zum Hintergrund

An der Befragung, die zwischen November 2018 und Februar 2019 durchgeführt wurde, beteiligten sich rund 4.400 Personen, die bei der BA als ausbildungssuchend registriert waren. Alle Bewerberinnen und Bewerber, die sich zum Befragungszeitpunkt in einer betrieblichen Ausbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder Handwerksordnung (HwO) befanden, wurden gefragt, ob es sich bei ihrem Ausbildungsberuf um ihren Wunschberuf oder einen ihrer Wunschberufe handelt.

Die komplette Studie Wer findet eine Ausbildung im Wunschberuf? steht im BIBB-Internetangebot auch zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen zur Bewerberbefragung unter: www.bibb.de/de/85311.php

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vom 31.10.2019

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