Sie sind hier: Startseite  Politik  Sozialpolitik

Sozialpolitik / Recht

Verbraucher stärken im Quartier – Neuer Modellstandort in Leipzig eröffnet

Ein grüne Tafel mit einem großen blauen I und einem Pfeil nach links im Eingangsbereich eines Treppenhauses.
Bild: © Julien Rousset - Fotolia.com

Hilfestellung im Umgang mit Haustürgeschäften, Verträgen im Internet, fragwürdigen Inkassoforderungen oder strittigen Rechnungen – dies bietet das Modellvorhaben „Verbraucher stärken im Quartier“ der Bundesministerien für Verbraucherschutz und Inneres. Nun wurde der sechste Standort des Programms in Leipzig eröffnet. Bis Ende 2021 sind bundesweit 16 Modellstandorte geplant.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Marco Wanderwitz, und die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Rita Hagl-Kehl, haben am 16. April in Leipzig den Modellstandort Leipzig-Ost im Rahmen des ressortübergreifenden Modellvorhabens „Verbraucher stärken im Quartier“ eröffnet.

16 Standorte bis Ende 2021 geplant

Künftig können die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers Leipzig-Ost das Informationsangebot im Projekt-Büro der Verbraucherzentrale in der Elisabethstraße 7 in Leipzig-Ost nutzen. Dort erhalten die Bürgerinnen und Bürger des Quartiers Hilfestellung im Umgang mit Haustürgeschäften oder Verträgen, die im Internet geschlossen wurden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Projektbüro zeigen Lösungswege bei fragwürdigen Inkassoforderungen, zu teuren Handy-Verträgen, strittigen Rechnungen oder Energieschulden auf. Leipzig-Ost ist der sechste Standort des Modellvorhabens „Verbraucher stärken im Quartier“. Bis Ende 2021 sollen bundesweit 16 Modellstandorte eröffnet werden.

Verbraucherrechte kennen und einfordern

„Wir haben gute Gesetze und Regelungen, die Verbraucher schützen. Aber die besten Verbraucherrechte nützen nichts, wenn die Betroffenen sie nicht kennen oder sie nicht einfordern. Gerade für diese Menschen wollen wir einen aufsuchenden Verbraucherschutz schaffen. Wir unterstützen diejenigen, die nicht selbst in die Beratungsstellen kommen können oder nicht wissen, dass es bestimmte Angebote gibt. Heute machen wir einen weiteren Schritt. Der Leipziger Osten ist unser sechstes Quartier. Der bisherige Erfolg gibt uns Recht. Bei den Menschen vor Ort kommt unser Angebot bislang sehr gut an. In Zukunft wird es auch in Leipzig vielen Menschen helfen“, betonte Rita Hagl-Kehl.

Aufsuchende Verbraucherberatung vor Ort

Marco Wanderwitz ergänzte: „Mit den Modellvorhaben der ressortübergreifenden Strategie ‚Nachbarschaften stärken – Miteinander im Quartier‘ ergänzen wir im Schulterschluss mit weiteren Ressorts das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt. Zur Erprobung bundesweiter Modellvorhaben stellt das BMI bis 2020 jährlich 10 Millionen Euro bereit. Mit dem gemeinsamen Modellprogramm mit dem BMJV „Verbraucher stärken im Quartier“ bringen wir soziale Quartiersentwicklung und aufsuchende Verbraucherberatung zusammen. Ich freue mich, dass wir mit der Eröffnung des Standorts Leipzig-Ost die Menschen in einem Quartier des Programms Soziale Stadt wohnortnah mit guter Verbraucherberatung unterstützen können.“

Über das Programm

Das Programm „Verbraucher stärken im Quartier“ informiert die Menschen in den Quartieren der „Sozialen Stadt“ zu Fragen des Verbraucherschutzes. Durch niedrigschwellige Angebote der Verbraucherzentralen sollen im Wohnumfeld nachhaltige Hilfs- und Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, die allen im Quartier lebenden Menschen zu Gute kommen. Dabei werden vorhandene Angebote und Akteure im Quartier, wie zum Beispiel das vor Ort tätige Quartiersmanagement, in die Planung und Durchführung der Vorhaben einbezogen.

Die Förderung erfolgt ausschließlich in festgelegten Gebieten des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“, um gezielt Menschen in benachteiligten Quartieren zu unterstützen. Das Modellvorhaben "Verbraucher stärken im Quartier" ist eines von derzeit drei Programmen unter dem Dach der ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt „Nachbarschaften stärken – Miteinander im Quartier". Weitere Kooperationen hat das BMI mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu „Jugendmigrationsdienst im Quartier“ und mit der Beauftragten für Kultur und Medien unter dem Titel „UTOPOLIS - Soziokultur im Quartier“.

Quelle: Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz und Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat vom 16.04.2019

Info-Pool