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Sozialpolitik

UN-Bericht: DGB fordert, das Armutsproblem endlich anzupacken

„Die konsequente Weigerung der Bundesregierung, das Armutsproblem endlich anzupacken, zeugt von Ignoranz vor der dramatischen Lage vieler Menschen“, erklärte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Mittwoch in Berlin zu der Rüge, die die Vereinten Nationen der Bundesregierung wegen ihrer Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik erteilt haben.

Es sei ein Armutszeugnis, so Buntenbach, dass in einem reichen Land wie der Bundesrepublik ausgerechnet die Schwächsten so oft von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen seien. Wer in Armut aufwachse und durch das Raster des Bildungssystems fällt, werde dauerhaft sozial abgehängt. "Die tiefe Besorgnis der UN angesichts fehlender Chancengerechtigkeit in Deutschland ist leider absolut gerechtfertigt", sagte Buntenbach.
 
Die konsequente Weigerung der Bundesregierung, das Armutsproblem endlich anzupacken, zeuge von Ignoranz vor der dramatischen Lage vieler Menschen. Niemand dürfe aufgrund seiner Herkunft diskriminiert werden. Doch besonders Kinder und Migranten würden systematisch ihrer Zukunftschancen beraubt. Jedes sechste Kind müsse seine erste Erfahrung mit dem Sozialstaat in Form von Hartz IV machen. Dieser Armutsfalle zu entkommen, gelinge den wenigsten.
 
"Kinderarmut ist immer auch Elternarmut. Diese kann nur durch grundlegende Entscheidungen bekämpft werden. Statt kosmetischer Lösungen brauchen wir eine dauerhafte Integration von Hartz-IV-Beziehern in den Arbeitsmarkt. Durch armutsfeste Mindestlöhne und die Erhöhung des Kinderzuschlags muss die finanzielle Situation von sozial schwachen Familien verbessert werden. Zudem muss die Infrastruktur für Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern ausgebaut werden", sagte das DGB-Vorstandesmitglied.

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund