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Sozialpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

Start des Modellprogramms UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier

Eine Jugendliche macht mit ihrem Smartphone ein Fot von einer Graffitti-Wand
Bild: Annie Spratt - unsplash.com

Im Oktober haben insgesamt zwölf Modellvorhaben im Rahmen des Bundesprogramms Soziale Stadt ihre Arbeit aufgenommen. Es geht darum, soziokulturelle Zentren in den Städten zu stärken und es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu ermöglichen, das gesellschaftliche Leben vor Ort mitzugestalten.

Im Oktober nehmen bundesweit zwölf Modellvorhaben im Rahmen des Programms "Soziale Stadt" ihre Arbeit auf. Diese sind Teil der ressortübergreifenden Strategie "Soziale Stadt" und des Modellprogramms "UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier", für das der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, und die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, im Juni eine Ressortvereinbarung unterzeichnet hatten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte dazu: "Mit der Strategie Soziale Stadt hat sich die Bundesregierung auf ein gemeinsames Vorgehen für benachteiligte Stadtteile verständigt. Wir wollen für gleichwertige Lebensverhältnisse in unseren Städten sorgen und die benachteiligten Quartiere dauerhaft stabilisieren. Dafür reichen bauliche Investitionen alleine aber nicht aus. Ich freue mich daher, dass wir jetzt gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zwölf kulturbezogene Projekte starten können."

Soziokulturelle Zentren in den Städten stärken

Kulturstaatsministerin Grütters betonte: "Kunst und Kultur haben die Kraft, Selbstvergewisserung und Zusammenhalt zu stärken. Ich trete deshalb für eine Kulturpolitik ein, die für Freiheit und Vielfalt und zugleich für Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Mit dem Modellvorhaben "UTOPOLIS - Soziokultur im Quartier" stärken wir wirksam Soziokulturelle Zentren und damit die Kulturarbeit in benachteiligten urbanen Gebieten. Hier ermutigen wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu, das gesellschaftliche Leben vor Ort mitzugestalten. Die ausgewählten Projekte leisten damit einen wichtigen Beitrag, demokratische Überzeugungen zu festigen."

Ein Fachbeirat hat aus einer zuvor von einer Jury priorisierten Shortlist zwölf Konzepte ausgewählt. Bis September 2022 werden Soziokulturelle Zentren in Berlin, Bremen, Hamburg, Hildesheim, Kassel, Magdeburg, Mannheim, Nürnberg, Oberhausen, Trier, Weimar und Wuppertal mit insgesamt bis zu 6,1 Millionen Euro gefördert, um das kulturelle Angebot ihres Quartiers beziehungsweise Stadt- oder Ortsteils zu verbessern und nachhaltige Strukturen zu schaffen.

Soziale Stadt "Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier"

Verschiedene soziokulturelle Angebote wie beispielsweise künstlerische Aktionen, Foto- oder Theaterwerkstätten sollen die Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier zusammenführen und ihnen die Gelegenheit für Begegnung, Partizipation und eigene Aktivitäten bieten. Die Bundesregierung leistet damit einen kulturellen Beitrag zur Verwirklichung gleichwertiger Lebensverhältnisse wie es der Koalitionsvertrag und die Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" vorsehen. Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. steht den Modellprojekten beratend als Koordinierungsstelle zur Seite.

Mit der 2016 vom Bundeskabinett beschlossenen ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt "Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier" wurde die Grundlage für eine stärkere Verzahnung von Ressortprogrammen gelegt. Hierfür stehen von 2017 bis 2020 jährlich 10 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung. Für 2019 sind weitere Maßnahmen im Modellprogramm "UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier" geplant.

Eine Liste der ausgewählten Projekte mit Kurzbeschreibungen findet sich beim Bundesinnenministerium.

Quelle: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat vom 25.10.2018

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