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Sozialpolitik

Sozialministerin Heike Taubert: „Kinderarmut in Thüringen gemeinsam bekämpfen!“

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2010 zum „Europäischen Jahr der Armutsbekämpfung und des Kampfes gegen soziale Ausgrenzung“ gewidmet. Thüringens Sozialministerin Heike Taubert betonte: „Angesichts der rund 60.000 Thüringer Kinder, die in Armut leben, halte ich ein umfassendes und wirksames Konzept gegen Kinderarmut - ressortübergreifend und aus einem Guss - für notwendig.

Laut einer aktuellen Studie der OECD lebt jedes 6. Kind in Deutschland in Armut. Das bedeutet, dass die Haushalte in denen sie leben, weniger als 50 % des Durchschnittseinkommens zur Verfügung haben. In Thüringen ist die Situation noch schwieriger. Die Schweizer Beratungsfirma Prognos AG geht z.B. davon aus, dass 26 % der Kinder im Freistaat in einem Haushalt mit Armutsrisiko leben.

„Am gravierendsten stellt sich die Lage für Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und deren Kinder sowie für Menschen mit schlechter oder fehlender Berufsqualifikation dar“, erklärte Sozialministerin Heike Taubert heute in Erfurt. Taubert: „Das Europäische Jahr 2010 richtet sich deshalb an alle staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteure. Es soll helfen, ärmeren Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen und sie voll in die Gesellschaft zu integrieren. Außerdem soll es die Verantwortung des Einzelnen beim Kampf gegen Armut und Ausschluss unterstreichen. Das Jahr soll außerdem an die Bürger appellieren, sich für einen stärkeren Zusammenhalt in der Gesellschaft einzusetzen und schließlich alle politischen Ebenen dazu ermuntern, kontinuierliche Anstrengungen in dieser Richtung zu unternehmen.“

Thüringens Sozialministerin Heike Taubert betonte: „Angesichts der rund 60.000 Thüringer Kinder, die in Armut leben, halte ich ein umfassendes und wirksames Konzept gegen Kinderarmut - ressortübergreifend und aus einem Guss - für notwendig. Wir brauchen eine überparteiliche „Allianz für Gerechtigkeit“ - unter Beteiligung von Kommunen, Sozialverbänden und aller Ministerien. Das gemeinsame soziale Wort der Thüringer Jugend- und Sozialverbände und der im Auftrag der SPD von der Friedrich-Schiller-Universität erstellte Kindersozialbericht haben dafür wichtige Anregungen gegeben. Im künftigen Landeshaushalt muss die Bekämpfung der Kinderarmut ein Schwerpunkt sein. Sowohl die bessere Existenzsicherung als auch eine gerechtere Teilhabe der Kinder und ihrer Familien müssen Ziele einer derartigen gemeinsamen Aktion sein.

Erste konkrete Schritte gegen Kinderarmut in Thüringen sind die erhebliche Verbesserung der frühkindlichen Bildung, die berufliche Integration benachteiligter Familien durch das Projekt TIZIAN, die Möglichkeiten des längeren gemeinsamen Lernens, die Förderung von Erholungsaufenthalten für Kinder aus einkommensschwachen Familien, die Thüringer Kinderkarte und der Aufbau von Schulsozialarbeit.“

Quelle: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit - Landesjugendamt