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Sozialpolitik

Sozialministerin Aygül Özkan: „Das Bildungs- und Teilhabepaket kommt bei den Kindern an“

HANNOVER. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Bildungspakets sind die ersten Hürden genommen. In Niedersachsen hat sich von Juni bis November im Bereich des SBG II die Zahl der Anträge für Mittagessen mehr als verdoppelt (Juni: 4061, November: 8475). Gleiches gilt für die Zahl der Anträge auf außerschulische Leistungen (Juni: 2463, November: 4909).

Noch stärker angewachsen ist im selben Zeitraum die Zahl der Anträge nach dem Bundeskindergeldgesetz. Hier hat sich die Zahl der Anträge auf außerschulische Leistungen mehr als vervierfacht (Juni: 1161, November: 5471) und die Zahl der Anträge für Mittagessen sogar versechsfacht (Juni: 753, November: 4548).

„Die Zahlen zeigen: Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt das Bildungs- und Teilhabepaket bei den Kindern an", sagt Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan. „Der Impuls des Bildungs- und Teilhabepakets geht aber weit über die Zahlung einzelner Leistungen hinaus. Das Geld, das jetzt zusätzlich in die Schulsozialarbeit fließt, hat in vielen Kommunen neue Impulse gesetzt, sich mit den Entwicklungsbedingungen der Kinder in schwierigen Lebensverhältnissen erneut auseinander zu setzen. In vielen niedersächsischen Kommunen wird darüber nachgedacht, wie Angebotsstrukturen verbessert werden können. Anlässlich unserer Mitmachtage gegen Armut und Ausgrenzung haben wir in Niedersachsen interessante Beispiele gesammelt. So bringt zum Beispiel in einer Kommune eine private Musikschule den Instrumentenunterricht an die Schule. Die Kosten für den Unterricht werden aus der Teilhabeleistung, Spenden und einem Zusatzbeitrag der Eltern in Höhe von 10 Euro monatlich bestritten. In einer anderen Stadt haben Diakonie und Jugendhilfe Spenden in Form von Musikinstrumenten und Geld eingeworben, um Kinder an die Musik heranzuführen. Solche Initiativen sind unerlässlich, um die außerschulische Entwicklung und Teilhabe zu unterstützen."

Auf das Bildungspaket haben in Niedersachsen rund 285 000 Kinder Anspruch. Es umfasst Schulmaterial, Lernförderung, eintägige Klassenausflüge, Schülerbeförderung, Vereinsbeiträge für Sport oder Kultur sowie ein warmes Mittagessen in Kitas und Schulen, die dies anbieten.

Schulbedarf ist die am stärksten gefragte Leistung mit einem Anteil von 40 Prozent, gefolgt von Mittagessen mit 21 Prozent, Ausflügen und Klassenfahrten mit 18 Prozent und der außerschulischen Teilhabe mit 16 Prozent. Schülerbeförderung nehmen drei Prozent der Kinder und Jugendlichen in Anspruch, Lernförderung zwei Prozent.

In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr nach heutigem Kenntnisstand insgesamt 312 133 Anträge auf Leistungen gestellt worden.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

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