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Sozialpolitik

Rheinland-Pfalz: Erste Regionalkonferenz Armut

Der vierte Armuts- und Reichtumsbericht führe vor Augen, dass Armutsrisiken in Rheinland-Pfalz - wie in der gesamten Bundesrepublik auch - vor allem bestimmte Personengruppen betreffen, wie Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern, Langzeitarbeitslose oder Migrantinnen und Migranten.

"Die effektive Bekämpfung von Armut ist ein wichtiges Ziel der rheinland-pfälzischen Landesregierung.“ Das unterstrich Sozial- und Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Koblenz auf der ersten Regionalkonferenz gegen Armut, die das Sozialministerium gemeinsam mit der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz und dem DGB-Landesverband Rheinland-Pfalz veranstaltete. Als Beitrag zum „Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ soll die Regionalkonferenz auf Grundlage des vierten Armuts- und Reichtumsberichts der Landesregierung die Möglichkeit zur Problemanalyse und Impulse zur besseren Bewältigung von Armut vor Ort geben, so die Ministerin. Eine weitere Regionalkonferenz, die die Partnerinnen und Partner vor Ort zusammenführt, sei für September in Kaiserslautern geplant.

 „Vor allem Arbeitslosigkeit ist eine der wichtigsten Ursachen, warum Menschen in Armut rutschen“, so die Ministerin. Darüber hinaus geben die am Armuts- und Reichtumsbericht beteiligten Partner LIGA und DGB eine gute Gelegenheit, unterschiedliche Sichtweisen einzubeziehen und zu diskutieren.

Der Armuts- und Reichtumsbericht stehe deshalb im Mittelpunkt der beiden Regionalkonferenzen, die in diesem Jahr gemeinsam mit Liga und DGB in einzelnen Regionen durchgeführt werden. Ziel sei eine noch bessere Bewältigung von Armut in der Region und auf der örtlichen Ebene, so die Ministerin. Es sei wünschenswert, dass die Regionalkonferenzen Anstoß für eine bessere Vernetzung der regionalen Partnerinnen und Partner geben. So könnten sich beispielsweise Kommunen, Verbände, Gewerkschaften und soziale Akteure in Form eines rundes Tisches treffen, um konkrete Ziele zur Armutsbekämpfung für die Menschen vor Ort zu entwickeln und umzusetzen, so Malu Dreyer.

Armut sei besonders in der Kindheit eine prägende Erfahrung. Sie könne zu Entwicklungsdefiziten führen und Lebenswege nachteilig verändern. „Zur „Bekämpfung“ der Kinderarmut und ihrer Folgen muss es vor Ort Netzwerke geben, die Betroffenen helfen und Prävention ermöglichen“, wünscht sich die Ministerin. Die Landesregierung habe dazu im Rahmen des Programms „VIVA FAMILIA“ viele Projekte zur Begleitung und Unterstützung besonders junger Familien initiiert. Als Beispiele nannte die Ministerin das Projekt „Hebammen und andere Gesundheitsberufe beraten Familien“ und das Modellprogramm „Netzwerk Familienbildung“. Der Landesregierung sei es ebenfalls ein großes Anliegen, armutsbedingte Bildungsbenachteiligung soweit wie möglich zu vermeiden und Chancengleichheit sicherzustellen. „Rheinland-Pfalz ist hier mit seiner langfristig angelegten Politik weiter als viele andere Länder“, hob Dreyer hervor. Dank dieser Politik sei die die Beitragsfreiheit in Kindergärten schrittweise eingeführt worden, die einen wichtigen Beitrag zu materiellen Unterstützung armer Familien bedeutet. Hinzu kommen die Sozialfonds für das Mittagessen in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen, der Ausbau der Ganztagsschulen oder die Weiterentwicklung der Lernmittelfreiheit.

„Durch staatliches Handeln und den Einsatz engagierter Menschen kann in diesem Land vieles zu Gunsten benachteiligter Menschen verändert werden. Zur Bewältigung von Armut und Verwirklichung gerechter Lebensverhältnisse braucht es aber der Unterstützung möglichst aller Verbände, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger dieses Landes“, betonte Dreyer abschließend.

Herausgeber: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz

 

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