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Sozialpolitik / Qualifizierung

Positiver Herbstbeginn am Arbeitsmarkt – Fachkräftesicherung rückt in Vordergrund

Zwei Schülerinnen sitzen vor einem Laptop und lächeln
Bild: © auremar - fotolia.com

Die Arbeitslosenzahl geht nochmals auf nunmehr 2,26 Millionen zurück. Gleichzeitig rückt die Frage der Fachkräftesicherung in den Vordergrund, betont Bundesarbeitsminister Heil. Die Bundesregierung plant mit einem Qualifizierungschancengesetz und einer Brückenteilzeit entgegenzuwirken. Außerdem soll ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz qualifizierte und gesteuerte Zuwanderung ermöglichen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil äußerte sich zu den Arbeitsmarktzahlen für September 2018: „Die Zahl der Arbeitslosen ist im September im Vergleich zum Vorjahr um 192.000 auf 2,26 Millionen gesunken, das zeugt von einem ausgesprochen positiven Herbstbeginn am Arbeitsmarkt. Positiv stimmen mich auch die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die beide robust angestiegen sind. Die deutliche Herbstbelebung sorgt für starke Rückgänge bei Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung, auch die Langzeitarbeitslosigkeit geht weiter zurück.“

Fachkräftesicherung rückt weiter in den Vordergrund

Gleichzeitig rücke die Frage der Fachkräftesicherung immer stärker in den Vordergrund: Bis Arbeitsstellen, die mindestens eine Berufsausbildung voraussetzen, wieder besetzt werden können, vergehen mittlerweile im Durchschnitt 111 Tage - das ist fast doppelt so lang wie in 2010. Vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich mangele es mittlerweile deutlich an Fachkräften. Die Antwort darauf müsse an drei Punkten ansetzen:

  1. Die Menschen müssten unabhängig vom Alter so qualifiziert werden, dass sie eine Chance auf gute Arbeit haben und sie den Anforderungen der Tätigkeiten gewachsen sind - heute und in der Zukunft. Das Qualifizierungschancengesetz weise den Weg hierfür.
  2. Das Arbeitsvolumen müsse erhöht werden - die Brückenteilzeit, die Ende September zum ersten Mal im Bundestag behandelt wurde, solle wesentlich dazu beitragen. Menschen, die ihre Wünsche nach Arbeitszeiterhöhung bisher nicht realisieren konnten, sollen es künftig leichter haben.
  3. Ergänzend dazu sei ein modernes Fachkräfteeinwanderungsgesetz notwendig, für qualifizierte und gesteuerte Einwanderung aus dem Ausland. Dieses wichtige Vorhaben sei auf auf gutem Weg.

Der Fachkräftemangel dürfe nicht die ausgezeichnete wirtschaftliche Lage gefährden, sagte der Bundesarbeitsminister abschließend.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales vom 28.09.2018

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