Achtung Icon

Relaunch - Am 23. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 23. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Sie sind hier: Startseite  Politik  Sozialpolitik

Sozialpolitik / Flucht und Migration

Hohes Armutsrisiko bei Menschen mit Migrationshintergrund

Euro-Stücke und Cent-Münzen liegen aufeinander

Rund eine Million Kinder unter 18 Jahren waren 2010 in Deutschland armutsgefährdet, bei Kindern unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund betrug die Quote mehr als 50 Prozent. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zum Thema Kinderarmut in Deutschland hervor.

Es falle auf, dass das Armutsrisiko sowohl bei Abiturienten als auch bei Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund, trotz „armutssenkender“ Eigenschaften wie Schulabschluss und Berufstätigkeit, doppelt so hoch ist, wie bei der jeweiligen Vergleichsgruppe ohne Migrationshintergrund, führt die Bundesregierung aus. Der Faktor „Migrationshintergrund“ habe also einen „signifikanten Einfluss“ auf die Armutsgefährdung, eine Pauschalisierung greife aber dennoch zu kurz, heißt es in dem Papier weiter.

Die Bundesregierung kritisiert in ihrer Antwort, dass die Armutsrisikoquote ein „zwar oft bemühter, allerdings nur begrenzt aussagekräftiger statistischer Indikator“ dafür sei, wie viele Menschen von Armut bedroht sind. „Wird die Armutsrisikoquote zu der zentralen statistischen Kennziffer gemacht, verengt sich der Armutsbegriff auf den speziellen Aspekt der Einkommensverteilung. Alle anderen materiellen, kulturellen und sozialen Facetten, wie Bildungschancen, seinen Lebensunterhalt selbständig durch Erwerbstätigkeit sichern zu können, oder der Anspruch auf Hilfe durch staatliche Sicherungssysteme schlagen sich in diesem Maß nicht nieder“, lautet die Begründung.

Quelle: Deutscher Bundestag, hib - heute im bundestag Nr. 431 vom 22.08.2013