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Sozialpolitik / Jugendsozialarbeit

Hessen zeichnet Konzepte für den Übergang Schule – Beruf aus

Junge Frau an der Drehmaschine
Bild: © ehrenberg-bilder - Fotolia.com

Insgesamt 50 hessische Schulen wurden mit dem „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung“ ausgezeichnet. Das Gütesiegel wird seit dem Schuljahr 2010/11 an Schulen verliehen, die entlang bestimmter Qualitätsstandards ein handlungsorientiertes, fächerübergreifendes und arbeitsweltbezogenes Konzept zur Berufs- und Studienorientierung umsetzen.

Für ihre erfolgreichen Konzepte im Übergang von der Schule zum Beruf haben Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson sowie Eberhard Flammer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern und Präsident der IHK Lahn-Dill, 50 Schulen mit dem „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ ausgezeichnet. Die Veranstaltung fand in einem feierlichen Rahmen in den Räumen der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt am Main statt.

Insgesamt wurden 7 Schulen zum ersten Mal zertifiziert, 8 weitere Schulen erstmalig rezertifiziert sowie 35 Schulen zum zweiten Mal rezertifiziert. Die wieder ausgezeichneten Schulen erhielten das Gütesiegel bereits vor drei Jahren und qualifizierten sich erneut aufgrund ihres weiterentwickelten Angebots zur Berufs- und Studienorientierung. Seit Einführung des Gütesiegels im Schuljahr 2010/2011 konnte das Siegel der Erstzertifizierung 197 mal an hessische Schulen vergeben werden.

Berufswahl anhand individueller Interessen und Kompetenzen unterstützen

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister, nahm den Übergang Schule – Beruf in den Fokus: „Wie findet man den richtigen Beruf? Diese Frage macht den Übergang Schule – Beruf zu einem Meilenstein im Werdegang junger Menschen. Die beruflichen Möglichkeiten von heute sind sehr vielfältig und vielseitig. Umso mehr Hilfestellung benötigen die jungen Menschen bei der Berufs- und Studienorientierung. Das Hessische Schulgesetz verpflichtet uns, unsere Schülerinnen und Schüler auf eine erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft vorzubereiten. Diese geht aber weitgehend mit der ebenso erfolgreichen und vor allem auch zufriedenstellenden Ausübung eines individuell passenden Berufes einher. Deshalb müssen wir alle unser Bestes tun, um die Jugendlichen so auf die Berufswelt vorzubereiten, dass sie gegen Ende ihrer Schulzeit eine ihren Interessen und Kompetenzen entsprechende Berufswahlentscheidung treffen können. An dieser Stelle möchte ich deshalb allen danken, die daran arbeiten und natürlich ganz besonders den engagierten Lehrkräften der Schulen, die heute hier aus diesem Grund das Gütesiegel erhalten.“

Früh und fundiert über vielfältige Wege informieren 

Staatssekretär Mathias Samson, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, erklärte: „Wer eine duale Ausbildung aufnimmt, erschließt sich heute vielfältige berufliche Möglichkeiten – mehr, als manche Eltern und Jugendlichen glauben. Deshalb ist es so wichtig, dass Schülerinnen und Schüler früh und fundiert über die vielfältigen Wege in den Beruf informiert und beim Übergang unterstützt werden. Wir wollen, dass jeder Jugendliche den Ausbildungsplatz findet, der zu ihm passt. Schulen, die das Gütesiegel erhalten haben, bereiten die Jugendlichen vorbildlich auf die Berufswelt vor.“

Eberhard Flammer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern und Präsident der IHK Lahn-Dill dankte den Siegelschulen: „Im Namen der hessischen IHKs danke ich den gesiegelten Schulen für ihr hohes Engagement für die Berufs- und Studienorientierung, von dem sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die hessische Wirtschaft profitieren. Unternehmen benötigen gut ausgebildete und motivierte Bewerberinnen und Bewerber, um ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern. Die Nachfrage nach jungen Talenten, die wissen was sie wollen und was sie können, ist deshalb aktuell enorm hoch. Eine gelungene berufliche Orientierung hilft Schulabgängern, diese Chancen zu erkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Vor allem der Einbezug von Experten aus der Praxis ist ein wichtiges Instrument, um Schülerinnen und Schülern einen realistischen Blick in verschiedene Berufsfelder zu ermöglichen und falsche Vorstellungen frühzeitig zu korrigieren. Die hessischen IHKs möchten Schulen deshalb ermutigen, mit Betrieben aus ihrem regionalen Umfeld in Kontakt zu treten und diese noch stärker in den BSO-Prozess zu integrieren."

Weiter Informationen zum „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ und zur Zertifizierung finden sich auf der Webseite des Hessischen Kultusministeriums. 

Quelle: Hessisches Kultusministerium vom 14.09.2017