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Sozialpolitik / Bildungspolitik

Hessen setzt ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit

Kultusminister Lorz und Integrationsminister Grüttner zu Gast im Kindergarten der Jüdischen Gemeinde Offenbach
Bild: © HKM Kultusminister Lorz und Integrationsminister Grüttner zu Gast im Kindergarten der Jüdischen Gemeinde Offenbach

Die Vermittlung von Weltoffenheit und Toleranz ist ein zentraler Eckpunkt hessischer Bildungs- und Sozialpolitik und beginnt schon im Vorschulalter. Gemeinsam mit dem Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat deshalb Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz am 15. Mai den Kindergarten der Jüdischen Gemeinde in Offenbach besucht und sich mit Vertreterinnen und Vertretern über aktuelle Herausforderungen ausgetauscht.

Dabei unterstrich Lorz den Wert religiöser Verständigung: „Die jüdische Gemeinde ist integraler Bestandteil unserer Gesellschaft. In Zeiten populistischer Parolen und antisemitischer Anfeindungen ist es mir ein besonderes Anliegen, ihr unsere Verbundenheit zu versichern und ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Die jüdische Gemeinde setzt sich hessenweit für das friedliche Miteinander der Religionen ein. Dafür bin ich ihnen nicht zuletzt in meiner Aufgabe als für die Kirchenangelegenheiten zuständiger Minister äußerst dankbar. Der Besuch eines Kindergartens eignet sich dabei besonders gut, um unsere Botschaft klar zu machen: Wir stehen zusammen gegen gesellschaftliche Ausgrenzung! Denn Kinder kennen keine Intoleranz oder Vorurteile gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen.“

Zukunftswochen der Hessischen Landesregierung: „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“

Der Besuch des Kindergartens reiht sich ein in die Zukunftswochen der Hessischen Landesregierung, die in ihre fünfte Runde gehen und aktuell unter dem Motto „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ stehen. Dazu sagte Minister Grüttner: „Der klassische Ort, um Zusammenhalt zu erfahren und zu erlernen, ist die Familie. Mit der Beitragsfreistellung für alle Kindergartenkinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt unterstützen wir die Eltern bei ihrem Wunsch nach einer Vereinbarkeit von Familien und Beruf, entlasten die Eltern finanziell und stärken so die Familien.“

Vermittlung jüdischer Werte

Der Kindergarten unterstützt die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Familien und setzt gezielte Schwerpunkte, die den Kindern die Möglichkeit zur Entwicklung von Selbstständigkeit und Gemeinsinn geben. Die Vermittlung jüdischer Werte ist fester Bestandteil der Erziehung und orientiert sich an einem im Glauben begründeten Verständnis von Mensch und (Um-)Welt. Daneben strukturieren Feste und gemeinsame Bräuche den Tagesablauf und vermitteln den Kindern gesellschaftlich tradierte Normen und Werte. Unterstützt wird der Kindergarten durch das aktive Engagement der Eltern.

Zum Abschluss betonten die beiden Minister den Wert einer offenen Gesellschaft: „Im Kindesalter und später in der Schule wird der Grundstein für ein friedliches Miteinander gelegt. Wir sind uns dieser wichtigen Aufgabe bewusst und arbeiten mit Nachdruck daran, Kinder und Jugendliche in Hessen an den positiven Errungenschaften jüdisch-christlicher Geschichte in Europa teilhaben zu lassen. Auf das Geleistete können wir zu Recht stolz sein, gleichzeitig gilt es, stets achtsam zu bleiben und gegen jede Form von Antisemitismus einzustehen. Es freut uns, in Hessen auf eine gute Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde bauen und auch in herausfordernden Zeiten den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken zu können.“

Quelle: Hessisches Kultusministerium vom 15.05.2018

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