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Sozialpolitik / Kinder- und Jugendpolitik

Hartz IV: Paritätischer unterstützt Überlegungen zu grundsätzlichen Reformen

Ein kleiner Junge hält einen 5-Euro-Schein hoch
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Der Paritätische Wohlfahrtsverband begrüßt aktuelle Überlegungen zu einer Überwindung von Hartz IV. Die Grundsicherung müsse existenzsichernd sein und Teilhabe ermöglichen, dies sei beides zur Zeit nicht der Fall. Auch der Gedanke einer Kindergrundsicherung, die Kinder auf jeden Fall vor Hartz IV bewahre, wird mit Nachdruck unterstützt.

Ausdrücklich unterstützt der Paritätische Wohlfahrtsverband die Überlegungen von SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzender Andrea Nahles und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Überwindung von Hartz IV. Die grundsätzlichen Aussagen gingen in die richtige Richtung. Die Grundsicherung müsse vom Hilfebeziehenden aus gedacht werden und dürfe sich nicht in erster Linie vom Gedanken leiten lassen, wie sich Missbauch verhindern lässt.

Paritätischer begrüßt Überlegungen von Nahles und Heil

"Insbesondere die kritischen Äußerungen zu den Strafen in Hartz IV zeigt, dass nun auch in der Spitze der SPD Bewegung hinsichtlich der Abschaffung von Sanktionen gekommen ist", so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. "Wir brauchen ein Grundsicherungssystem, das angstfrei funktioniert, Teilhabe ermöglicht und auf Sanktionierung und Drangsalierung vollständig verzichtet."

Kinder vor Hartz IV bewahren 

Auch die Forderung nach einer Kindergrundsicherung, die Kinder auf jeden Fall vor Hartz IV bewahrt, begrüßt der Paritätische mit Nachdruck. Der Verband macht jedoch darauf aufmerksam, dass sich alle Überlegungen letztlich daran messen lassen müssen, ob die Grundsicherungsleistungen wirklich existenzsichernd sind und Teilhabe ermöglichen, was derzeit nicht der Fall sei.

Quelle: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V. vom 17.11.2018

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