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Kinder- und Jugendarmut

Förderung für ganz konkrete Hilfe

Ein Mädchen schaut in die Kamera
Bild: Annie Spratt - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Als weiteren Baustein zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut hat das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz ein spezielles Förderprogramm aufgelegt – bis zu 5.000 Euro für Projekte zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut.

Das Programm dient dazu, landesweit möglichst niedrigschwellige Maßnahmen, die sich konkret an örtlichen Gegebenheiten orientieren, zu unterstützen und zu ihrer Verbreitung beizutragen. Gefördert werden Projekte, die durch Unterstützungsangebote für sozial und finanziell benachteiligte Kinder und Jugendliche zur Umsetzung folgender Ziele beitragen:

  • Förderung sozialer (Alltags-)Kompetenzen,
  • Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit,
  • Stärkung der Resilienz und soziale Integration.

Im Vordergrund stehen Angebote in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Kultur, die Themen wie Politik, Umwelt, Bewegungsförderung, Ernährung, Musik oder Theater zum Gegenstand haben oder Alltagswissen vermitteln. Auch die Durchführung von Ausflügen, zum Beispiel in Museen, Zoos oder in die Natur, kann projektbegleitend erfolgen. Es ist geplant, dass die Anträge auf Förderung zweimal im Jahr jeweils bis zum 30. Juni und 31. Dezember eingereicht werden können.

„Vereine, ehrenamtliche Initiativen und kommunale Behörden können dabei bis zu 5.000 Euro je Projekt beantragen“, erläuterte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Mit Hilfe des Programms werden vor Ort ganz konkrete und wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von armutsgefährdeten Kindern und Jugendlichen umgesetzt.“

Aufgrund der Corona-Pandemie können derzeit wichtige Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr stattfinden. „Umso mehr freut es mich, wenn neue oder bereits vorhandene Projekte an die gegenwärtigen Bedürfnisse angepasst werden können.  Mein besonderer Dank gilt dabei den zahlreichen engagierten Menschen in Rheinland-Pfalz, die mit viel Kreativität und Entschlossenheit dazu beitragen, dass Angebote trotz Corona-Pandemie weiter bestehen beziehungsweise Kinder und Jugendliche mit neuen Methoden gut erreicht werden“, sagte Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Street Jumper TV-Channel – Wir können auch digital“ des Vereins Armut und Gesundheit in Deutschland in Mainz. Bei diesem Projekt werden bereits seit 2008 Kinder und Jugendliche in benachteiligten Wohngebieten in Mainz mit einem Wohnmobil regelmäßig aufgesucht. Mit dem neuen Projekt „Street Jumper TV Channel – Wir können auch digital“ wird pandemiebedingt die Medienbildung und Medienkompetenz gefördert. Die Kinder und Jugendlichen erfahren beispielsweise, wie man mit dem Smartphone kreativ eigene Inhalte entwickeln kann. Für die Publikationen wird eine digitale Plattform entwickelt – der Street Jumper TV-Channel. Hier können die selbst erstellten Medieninhalte vorgestellt und präsentiert werden. „Das Ministerium unterstützt das Projekt mit einer Förderung in Höhe von 4.500 Euro“, erläuterte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Grundlage dafür ist das Förderprogramm zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut, welches im Rahmen des Beteiligungsprozesses „Armut begegnen – gemeinsam handeln“ des Sozialministeriums entwickelt und im neuen Aktionsplan des Landes verankert wurde. Im vergangenen Jahr wurden bereits elf Projekte in Rheinland-Pfalz gefördert.

Quelle: Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz vom 23.03.2021

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