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Sozialpolitik / Kinderschutz

Fachtagung „Wege aus der Kinderarmut“ beginnt an der Fachhochschule Erfurt

Die heute in Erfurt beginnende Fachtagung „Wege aus der Kinderarmut“ (3.-4. März 2010) ist für die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert (SPD) Anlass, die Bekämpfung der Kinderarmut als einen ressortübergreifenden politischen Schwerpunkt zu betonen.

Zur Tagung haben die Landeszentrale und Bundeszentrale für politische Bildung sowie die Fachhochschule Erfurt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund eingeladen.

„Ich bin den Initiatoren der Fachtagung dankbar und erwarte Impulse für die landes- und kommunalpolitische Diskussion“, sagte Taubert.

Die Bundesregierung sei höchstrichterlich aufgefordert worden, für kindgerechte Regelsätze in der Grundsicherung zu sorgen. Es sei aber auch Aufgabe des Landes und der Kommunen, für Teilhabegerechtigkeit armer Kinder und ihrer Familien zu sorgen.

„Der soziale Status der Familie darf nicht länger ausschlaggebend für die Zukunftschancen von Kindern sein“, sagte Taubert.

Gemeinsame Aufgabe von Land und Kommunen sei es daher, die Teilhabe aller Kinder an Bildung, Angeboten der Jugendhilfe im umfassenden Sinne, Freizeitmaßnahmen, Sport, Museen, Bibliotheken und allen relevanten öffentlichen Einrichtungen zu ermöglichen. Die Thüringer Kinderkarte solle dementsprechend gemeinsam mit den Kommunen und den freien Trägern weiterentwickelt werden.

Mit der Aufstockung der Mittel für die örtliche Jugendförderung von 10 auf zunächst 11 Millionen werde den Jugendämtern Planungssicherheit und zusätzlicher Gestaltungsspielraum gegeben. 

Ein weiterer Schwerpunkt müsse die berufliche Integration der Eltern sein. Kinderarmut sei in aller Regel Familienarmut und häufig verursacht durch Arbeitslosigkeit. Die unter Zuhilfenahme des europäischen Sozialfonds realisierten 37 Projekte „TIZIAN (Thüringer Initiative zur Integration und Armutsbekämpfung - Nachhaltigkeit)“ würden 1200 Teilnehmerplätze für zuvor arbeitslose Eltern anbieten. Letztlich profitierten davon 2000 Kinder.

„Ein entscheidender Schlüssel zur Überwindung des Teufelskreises sich reproduzierender Armut ist die Teilhabe an Bildung“, sagte die Sozialministerin und verwies auf das von der Regierungskoalition eingebrachte neue Kindertageseinrichtungsgesetz. Es verbessere die frühkindlichen Bildungschancen erheblich und sorge für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Thüringer Sozialministerium wird in der Folge zunächst modellhaft die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Eltern-Kind-Zentren fördern, kündigte die Ministerin an. Schwerpunkt derartiger Modellvorhaben sollten zunächst soziale Brennpunkte und die Unterstützung benachteiligter Familien sein.

„Trotz der angespannten Haushaltssituation werden wir ressortübergreifend und gemeinsam mit den Kommunen kontinuierlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen für arme Kinder und ihre Familien sorgen“, versprach die Sozialministerin.

Herausgeber: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit - Landesjugendamt

 

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