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Sozialpolitik / Demokratie

Expertenkommission Antiziganismus nimmt ihre Arbeit auf

Runder Tisch
Bild: jonas_k   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Mit dem Begriff „Antiziganismus“ sind spezifische Stereotypen und Vorbehalte gegenüber Sinti und Roma gemeint, die historisch gewachsen sind und als tradiertes gesamteuropäisches Vorurteil betrachtet werden können. Unabhängige Sachverständige setzen sich im Auftrag der Bundesregierung bis 2021 im Rahmen einer Expert(inn)engruppe mit Themenkomplex Antiziganismus auseinander.

„Menschenverachtende Einstellungen sind mit unseren Grundwerten unvereinbar. Sie dürfen nicht unwidersprochen hingenommen werden. Die Expertenkommission Antiziganismus wird antiziganistische Vorurteile und Stereotypen analysieren und Empfehlungen entwickeln, wie diesen entgegengewirkt werden kann“, erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer anlässlich der Auftaktsitzung der Expertengruppe Antiziganismus.

Die Expert(inn)engruppe traf sich am 27. März 2019 im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat zu ihrer konstituierenden Sitzung. Die unabhängigen Sachverständigen sollen sich mit Erscheinungsformen und einer Bestandsaufnahme zum Themenkomplex Antiziganismus in Deutschland auseinandersetzen. Bundesminister Seehofer hat sie im Dezember 2018 nach Konsultationen mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und in Abstimmung mit den zuständigen Bundesressorts berufen. Der Bericht des Gremiums soll in spätestens zwei Jahren (Anfang 2021) fertiggestellt sein und die Grundlage für anschließende Diskussionen im Deutschen Bundestag und in der Gesellschaft bilden.

Damit erfüllt das BMI einen Punkt des Koalitionsvertrags von CDU/CSU und SPD für die aktuelle 19. Legislaturperiode, in welchem vereinbart wurde, ein Expertengremium zum Thema Antiziganismus einzusetzen.

Quelle: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat vom 27.03.2019

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