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Entschlossen gegen Jugendarmut - Katholische Jugendsozialarbeit in Bayern startet Kampagne

„Armut von Jugendlichen ist ein gesellschaftlicher Skandal, der viel zu wenig Aufmerksamkeit findet. Doch es gibt sie auch im reichen Bayern in erschreckendem Maße. Deshalb wollen wir die von Armut bedrohten Jugendlichen ins Licht rücken. Wir wollen ihnen helfen, dass sie in dieser wichtigen Lebensphase alle Ressourcen haben, die sie brauchen, um den Weg in ein selbstbestimmtes erwachsenes Leben zu finden.“

München. Mit diesen Worten fasste der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit in Bayern, Pater Franz-Ulrich Otto SDB, die Beratungen der Mitgliederversammlung seiner Organisation zusammen, die im April in München ihre Kampagne gegen Jugendarmut startete. „Junge Menschen sind in aller Regel nicht selbst Schuld daran, wenn sie in prekären Verhältnissen leben. Natürlich stehen sie auch selber in der Verantwortung, alles ihnen Mögliche zu tun, um ihre Lebenssituation zu verbessern. Doch dafür braucht es ganz wesentlich die passenden Rahmenbedingungen: Funktionierende Unterstützungssysteme, die junge Menschen nicht nur fordern, sondern sie auch pädagogisch fördern. Ausreichende finanzielle Hilfen. Und eine Gesellschaft, die auch den Jugendlichen, die nicht so funktionieren wie erwartet, mit Achtung begegnet und ihnen ihre Würde lässt.“ Hierzu will die katholische Jugendsozialarbeit auch in ihren Einrichtungen einen verstärkten Beitrag leisten und in die Kirche hineinwirken, damit sich von den Pfarreien bis zu den Bischöfen mehr Bewusstsein für diese Gruppe entwickelt. Dr. Thomas Steinforth von der Münchner Caritas stellte in seinem einführenden Referat fest, dass „im Grunde bekannt ist, dass es Jugendarmut nicht nur gibt, sondern dass Jugendliche sogar überdurchschnittlich von Armut betroffen sind.“ Die Armutsquote von Jugendlichen sei höher als die von Erwachsenen: „Wir verzeichnen eine Zunahme von Armut, insbesondere auch der Jugendarmut.“ Dr. Steinforth beschrieb Armut als Verhinderung gelingender und guter Jugend, die aus sozialen Bezügen ausgrenze und Bildungs- und Selbstbildungsprozesse behindere. Er betonte, dass es hinderlich für die notwendige persönliche Entwicklung des heranwachsenden Menschen sei, „wenn armutsbedingt die tagtägliche Problembearbeitung im Vordergrund“ stehe: „Die so genannte „Multioptionsgesellschaft“ ist für viele Armutsbetroffene kein Thema!“

Quelle: Landes-Caritasverband Bayern

 

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