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Sozialpolitik

Diakonie fordert umfassendere Strategien zur Armutsbekämpfung

Das Diakonische Werk der EKD begrüßt, dass die Bundesregierung die soziale Eingliederung von Kindern und die Altersarmut als Zielsetzung in das "Nationale Reformprogramm Deutschland 2011" aufgenommen hat, das vergangene Woche verabschiedet wurde. Bei ihren Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut beschränke sie sich jedoch weiterhin nur auf die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit.

Berlin, 11. April 2011. "Das ist ein wichtiger Bereich", sagt Diakonie- Präsident Johannes Stockmeier am Montag in Berlin. "Aber auch Menschen, die wegen ihres Alters, ihrer Krankheiten, Behinderungen oder Herkunft am Arbeitsmarkt kaum Chancen haben, brauchen Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten."

Die Diakonie bezweifelt , ob das deutsche Programm dazu beitrage, das Ziel der EU-Strategie Europa 2020 für Beschäftigung und intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum, die Zahl der armen Menschen bis 2020 um 20 Millionen zu verringern. "Ich frage mich, wie dieses Ziel erreicht werden soll, wenn das Land mit der stärksten Wirtschaftskraft in Europa nach eigenen Angaben nur 660.000 Personen aus der Armut holen will", erklärt Stockmeier. Das Ziel müsse die Schaffung "guter" Beschäftigung und die Vermeidung prekärer Beschäftigungsverhältnisse sein.

Der Diakonie-Präsident kritisiert zudem, dass die Vertreter der Zivilgesellschaft, insbesondere die Kirchen und die Freie Wohlfahrtpflege, entgegen eindeutiger Beschlüsse auf EU-Ebene, nicht eingebunden waren. "Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie ihre Anstrengungen bei der Armutsbekämpfung mehr als verdoppelt und uns in Zukunft bei der nationalen Umsetzung der Ziele der Strategie Europa 2020 aktiv einbezieht", fordert Stockmeier. Das Diakonische Werk der EKD habe sich zusammen mit den beiden großen Kirchen und den anderen Wohlfahrtsverbänden sehr für die Aufnahme des Ziels Armutsbekämpfung in die Strategie Europa 2020 eingesetzt.

Herausgeber: Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) e.V.

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