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Sozialpolitik / Kinder- und Jugendpolitik

Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“ in Dresden gegründet

In Dresden hat sich heute in Anwesenheit von ca. 180 Personen das Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“ gegründet. Ziel der aufrufenden Organisationen ist es zum einen, sich aktiv gegen die Kürzungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales und Arbeit einzusetzen, da diese den sozialen Frieden im Land gefährden und für den sozialen Zusammenhalt notwendige Strukturen nachhaltig zerstöre.

Darüber hinaus will das Bündnis durch die sie unterstützenden Organisationen den Dialog über das soziale Zusammenleben im gesamten Freistaat initiieren und mit möglichst vielen gesellschaftlichen Kräften darüber debattieren, wie ein künftiges Sachsen aussehen soll und wie es sich sozial aufstellt.

Beate Hennig, Vorsitzende der Liga der Wohlfahrtsverbände, betonte im Namen der Anwesenden, dass es bei dem Einsatz gegen Kürzungen nicht um die Weigerung gehe, Dinge auf den Prüfstand zu stellen, sich neuen Wegen zu verschließen oder gar Besitzstände zu wahren. Vielmehr wende sich das Bündnis gegen konzeptionslose Kürzungen und das Kaputtsparen leistungsfähiger Strukturen. In verschiedenen Redebeiträgen wurde daran erinnert, wer die Verantwortung für die Wirtschafts- und Finanzkrise trage, die Sachsen vor derartige Herausforderungen stellt. Es sei weder angemessen, noch erträglich, noch zu rechtfertigen, wie der „Schwarze Peter“ jetzt an den Sozialbereich weitergegeben werde. Wenn heute Investitionen in Bildung und Kompetenzerwerb der Haushaltskonsolidierung geopfert werden, dürfen sie morgen die Handwerkskammern bei ihren Auszubildenden nicht erwarten, betonte Wencke Trumpold, Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendring Sachsen e.V. 

Wenige Stunden vor der Gründungsversammlung bezeichnete Alexander Krauß, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, das Bündnis als eines der Besitzstandswahrer. Ob er als Vorsitzender des Landesjugendhilfeausschusses bei „Besitzstandswahrung“ wohl daran gedacht hat, dass der Begriff auch als Schlechterstellungsverbot bezeichnet wird, das Rechtssicherheit schaffen und sicherstellen soll, dass Personen durch Neuregelungen nicht schlechter gestellt werden dürfen? In diesem Sinne werden sich die meisten Gründungsteilnehmenden als Besitzstandswahrer verstehen und dies mit berechtigten Stolz. Noch ist der Einsatz für eine soziale Zukunft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nichts, wofür man sich schämen oder gar rechtfertigen müsste, allerdings muss man sich in Zeiten wie diesen nur ab und an intensiver dafür einsetzen. 

Unter www.zukunftundzusammenhalt.de informiert das Bündnis über Termine, Aktionen und Positionen. Ab Anfang der kommenden Woche besteht die Möglichkeit, online seine Unterstützung kundzutun. Bis dahin kann dies unter info@DontReadMezukunftundzusammenhalt.de unter Angabe der Organisation erfolgen.

Herausgeber: Kinder- und Jugendring Sachsen e.V.

ik

 

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