Achtung Icon

Relaunch - Am 23. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 23. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Sie sind hier: Startseite  Politik  Sozialpolitik

Sozialpolitik / Freiwilliges Engagement

AWO: Debatte über Einsatz von Arbeitslosen als Ersatz-Zivis muss aufhören!

„Die losgetretene Diskussion, Arbeitslose im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für Tätigkeiten in Alten-, Pflegeheimen und Krankenhäusern heranzuziehen, ist unerträglich und völlig kontraproduktiv“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler den aktuellen Vorstoß einzelner Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

„Man kann nicht zugewandte qualitätsvolle Pflege wollen und gleichzeitig Menschen gegen ihren Willen hier einsetzen“, betont Stadler.

Der Wegfall des Zivildiensts im Juli sei „zweifellos eine große Herausforderung“, der aber nicht dadurch begegnet werden dürfe, „dass der neue Freiwilligendienst als Arbeitsmarktinstrument begriffen werde, in das Menschen im Hartz IV-Bezug womöglich auch noch unter der Androhung von Sanktionen hineingezwungen werden“, so Stadler. Eine solche Diskussion gehe einmal mehr zu Lasten der Menschen, die auf Hartz IV-Leistungen angewiesen sind. „Sie brauchen Unterstützung, um gemäß ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen individuelle Integrationserfolge Richtung Arbeitsmarkt zu erzielen und möglichst wieder in sozialversicherte Beschäftigung zu kommen“, fordert Stadler. Zudem müsse, insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkraftmangels in der Pflege, darauf geachtet werden, dass der Pflegebereich ein sehr sensibler Bereich sei und hohe Anforderungen an die Qualifikation und Motivation künftiger Beschäftigter stellt.

„Statt sinnlosen Diskussionen über den Einsatz von Hartz IV-Beziehern als Ersatz-Zivis müssen alle Anstrengungen gebündelt werden, insbesondere junge Menschen dafür zu motivieren, sich freiwillig im neuen Bundesfreiwilligendienst zu engagieren“, fordert der AWO Bundesvorsitzender. „Wir als AWO Bundesverband haben deshalb die Kampagne ‚freiwillich‘ gestartet. Auf der Internetseite www.awo-freiwillich.de können sich Interessierte über den neuen Dienst und über Einsatzmöglichkeiten informieren“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende.

Mehr Informationen: www.awo-freiwillich.de 

Herausgeber: Arbeiterwohlfahrt - Bundesverband e.V.