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Sozialpolitik / Qualifizierung

„Die Duale“ – Kampagne zur Stärkung der beruflichen Bildung gestartet

Sieben illustrierte Personen, die unterschiedliche Berufe darstellen, u.a. Feuerwehrmann und Krankenschwester
Bild: rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Mit Beginn des Ausbildungsjahres hat Bundesbildungsministerin Karliczek die umfangreiche Informationsoffensive „Die Duale“ gestartet, um die berufliche Bildung zu stärken. Auf einem neuen Portal werden nun wichtige Informationen zur beruflichen Ausbildung zur Verfügung gestellt – auch mit Blick auf die aktuelle COVID 19-Pandemie.

Die neue Kampagne „Die Duale“

Das Bundesministerium für Bildung Forschung (BMBF) hat zum 1. August 2020 ein umfassendes Informationsangebot unter dem Motto „Die Duale Berufsausbildung – Macht die groß, die uns groß machen“ gestartet. Sie zeigt die Vorteile beruflicher Bildung und wendet sich dabei an Jugendliche und ihre Eltern, Betriebe sowie die gesamte Öffentlichkeit. Einen Schwerpunkt bilden die Verbesserungen des neuen Berufsbildungsgesetzes (BBiG), das zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist. Dabei wurden u. a. eine Mindestvergütung für Auszubildende, transparente Abschlussbezeichnungen für den Fortbildungsbereich und verbesserte Teilzeitregelungen eingeführt.

Mehr Informationen finden sich unter www.die-duale.de.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Ausbildungsjahr

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Karliczek: „Das neue Ausbildungsjahr bleibt von der weiterhin aktuellen Corona-Pandemie nicht unberührt. Wir alle spüren ihre Auswirkungen. Die Wirtschaft verzeichnet in vielen Branchen Einbußen. Auch der Ausbildungsmarkt ist unter Druck: Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung ist zurückgegangen, ebenso die Zahl der Ausbildungsplätze. Die Corona-Krise darf aber nicht zu einer Ausbildungskrise werden.“

Mit dem im Konjunkturpaket der Bundesregierung enthaltenen Programm ‚Ausbildungsplätze sichern‘ sollen die erheblich betroffenen kleinen und mittleren Unternehmen gestärkt und motiviert werden, gerade jetzt in Ausbildung zu investieren, so Karliczek weiter. Das neue Berufsbildungsgesetz habe bereits zu Beginn des Jahres die Attraktivität der beruflichen Bildung gesteigert. Mit neuen Fortbildungsbezeichnungen wird verdeutlicht, über welches Know-how beruflich Qualifizierte in Deutschland verfügen. Die Stärke des beruflichen Bildungssystems wird so anschaulicher. Die Mindestausbildungsvergütung soll dazu beitragen, dass sich junge Menschen auch in den nächsten Jahren für eine berufliche Ausbildung entscheiden.

Die Änderungen im BBiG und die Vorteile einer Ausbildung sollen die Auszubildenden und ihre Familien erreichen. Deshalb hat das Bundesbildungsministerium mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres die breit angelegte Informationskampagne die „Die Duale“ gestartet.

Hintergrund zum Ausbildungsbeginn 2020

Das neue Ausbildungsjahr beginnt zögerlich: Ende Juli zeigt der Ausbildungsmarkt laut Bundesagentur für Arbeit (BA) einen nahezu parallelen Rückgang von Bewerberinnen und Bewerbern (-8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und Ausbildungsplätzen (-8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Ausbildungsmessen konnten nicht stattfinden und Bewerbungsgespräche mussten verschoben werden. Viele Jugendliche suchen aktuell noch eine Ausbildungsstelle, viele Betriebe haben noch Plätze frei. Allein im letzten Monat sind laut BA-Statistik weitere 22.013 Bewerber und 16.568 offene Ausbildungsplätze gemeldet worden. Viele Auszubildende werden noch zum 1. September regulär ihre Ausbildung starten. Verbindliche Aussagen zur diesjährigen Situation werden sich daher erst in den kommenden Wochen treffen lassen. Mehr Informationen zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ finden sich auf der Webseite des BMBF.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 10.08.2020