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Sozialpolitik

Diakonisches Werk der EKD sieht einen umfassenden Reformbedarf bei Hartz-IV

Der Regelsatz sei zu niedrig, viele praktische Probleme verhinderten wirksame Hilfe für die Betroffenen. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 110 Diakonie-Beratungsstellen anlässlich der aktuellen Diskussion über die Hartz- Gesetze, laut Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik.

In der alltäglichen Praxis würden die Leistungsberechtigten ihre Ansprechpartner in den Ämtern oft nicht erreichen. Darlehensregelungen seien so kompliziert, dass dringende Bedarfe regelmäßig nicht gedeckt und der Regelsatz faktisch immer weiter gekürzt werde. Starre Sanktionsregelungen würden die Betroffenen aus dem Leistungsbezug drängen. Besondere Angebote für Zielgruppen wie Erziehende, Schwangere, Menschen mit Migrationshintergrund oder junge Erwachsene existierten kaum.

"Es ist jetzt an der Zeit, nicht nur Bilanz zu ziehen, sondern aus den Erfahrungen mit Hartz- IV Konsequenzen zu ziehen. Es muss eine Grundsicherungsleistung geschaffen werden, die tatsächlich zur sozialen Integration und mehr Teilhabe beiträgt", so Loheide. Mit den Ergebnissen ihrer Befragung und ihren umfassenden Erfahrungen sei die Diakonie bereit, sich in eine Expertenkommission zur Reform der Hartz-IV-Reformen einzubringen.

Die Studie kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden: http://www.diakonie.de/diakonie-texte-1519-05-2012-rechtssicherheit-und-fairness-bei-grundsicherung-noetig-9256.htm

Quelle: Diakonisches Werk der EKD, PM vom 16.08.2012