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Sozialpolitik

Diakonie macht zehn Vorschläge für mehr Gerechtigkeit und soziale Teilhabe

Die Diakonie fordert, Gerechtigkeit und Solidarität zum Maßstab politischen Handelns zu machen. Gesetzliche Regelungen seien daraufhin zu überprüfen, was sie für Menschen mit wenig Geld und für die Chancen von Kindern und Jugendlichen bedeuteten. In ihrer Resolution unter dem Titel „Es soll kein Armer unter euch sein“ werden zehn Schritte zu mehr Gerechtigkeit und sozialer Teilhabe benannt.

"Unserer Auffassung nach weist das Verfahren, mit dem die neuen Hartz-IV- Regelsätze ermittelt wurden, zahlreiche Schwächen auf. Die Bemessungsgrundlage wurde nach unten korrigiert und viele Ausgaben wurden willkürlich heraus gerechnet", kritisierte Kerstin Griese, sozialpolitischer Vorstand des Diakonischen Werkes der EKD.

Zehn konkrete Schritte führen nach Ansicht der Diakonie zu mehr Gerechtigkeit und sozialer Teilhabe. Die Mitglieder der Diakonischen Konferenz schlagen in ihrem "Wort der Konferenz zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" einen Runden Tisch gegen Armut vor. Dort sollen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände und der Arbeitnehmer konkrete Maßnahmen zur Armutsbekämpfung entwickeln und beraten.

Kinder und Jugendliche sollten dabei besonders in den Fokus rücken. Sie brauchten ausreichende Chancen auf Teilhabe und Bildung, damit sie nicht in den Kreislauf von Armut und sozialer Ausgrenzung geraten. Um dies zu verhindern, fordern die Vertreter der Diakonie den Ausbau einer weitgehend beitragsfreien Sozial- und Bildungs-Infrastruktur. Davon profitierten nicht nur Familien ohne, sondern auch solche mit geringem Einkommen.

"Der Referentenentwurf zur Reform der Grundsicherung sieht vor, die Kinderregelsätze quasi einzufrieren und notwendige Leistungen in ein Gutscheinsystem für Nachhilfeunterricht, Mittagessen, Musik- und Sportangebote zu verlagern. Dies erscheint uns nicht sinnvoll, so lange eine Stigmatisierung nicht ausgeschlossen werden kann und die praktische Umsetzung noch unklar ist", sagt Griese.

Flüchtlinge haben nach Ansicht der Diakonie dasselbe Recht auf Grundsicherung und soziale Unterstützung. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung seien notwendige Leistungen, um Langzeitarbeitslose wieder in existenzsichernde Arbeit zu integrieren. Wer Hilfe brauche, so die Diakonie, müsse mit Respekt und Würde behandelt, ermutigt und nicht mit Sanktionen unter Druck gesetzt werden.

Die Diakonie bekämpft aus christlicher Verantwortung Armut und soziale Ausgrenzung. Armut fordert die Diakonie in besonderer Weise zur Parteinahme heraus. Außerdem betreibt sie mit ihrer eigenen Arbeit Armutsprävention und - linderung. Dabei endet die Armutsbekämpfung nicht an den Grenzen Deutschlands oder Europas. Die Aktion "Brot für die Welt" und die Diakonie Katastrophenhilfe handeln im Interesse aller besonders verwundbaren, armen und ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen in aller Welt.

Der beigefügte Hyperlink führt zum Wortlaut der Resolution.

http://www.diakonie.de/diakonie-news-188-es-soll-kein-armer-unter-euch-sein-7321.htm

Herausgeber: Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) e.V.

 

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