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Sozialpolitik

DGB: Junge Menschen brauchen bessere Ausbildung und sichere Beschäftigung

Daumen hoch
Bild: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Zum Auftakt der politischen Kampagne der Gewerkschaftsjugend im Wahljahr 2013 sagte Florian Haggenmiller, DGB-Bundesjugendsekretär, am Samstag in Berlin: „Mit dem ‚Tag der Ansage’ starten wir unsere Kampagne für einen Politikwechsel für bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen von jungen Menschen.

Weiter bemängelt der DGB: Immer noch sind Überstunden, ausbildungsfremde Tätigkeiten und fehlende Betreuung für viele Auszubildende Alltag. In vielen Branchen herrschen schlechte Ausbildungsbedingungen und oftmals wird gegen klare gesetzliche Regelungen verstoßen.

Nach Auffasung der Gewerkschaften ist der Berufseinstieg junger Menschen ist oft von prekärer Beschäftigung geprägt. Viele Jugendliche wissen gar nicht mehr, was ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist. Aber sie haben einen Anspruch auf gute und sichere Beschäftigung. Alle reden vom Fachkräftemangel, wir haben vor allem einen Übernahmemangel.

Wenn wir in unseren Betrieben künftig mehr hochqualifizierte Menschen brauchen, müssen wir auch unsere Hochschulen sozial öffnen, um mehr jungen Menschen ein Studium und einen Hochschulabschluss zu ermöglichen. Deshalb brauchen wir mehr Investitionen in Bildung, Ausbildung und Qualifizierung.

Besonders dramatisch ist die Situation für junge Menschen in den europäischen Krisenstaaten. Die junge Generation ist der Krisenverlierer. Fast jeder vierte junge Mensch in Europa unter 25 Jahre hat keine Arbeit.

Der DGB fordert: Verantwortungsvolle Politik sieht anders aus, ein Kurswechsel muss her, denn die desaströse Sparpolitik spaltet Europa. Wir werden deshalb auch die Bundestagskandidaten und -kandidatinnen mit unserer Forderung für ein soziales Europa konfrontieren.

Keine andere Bevölkerungsgruppe leidet so stark unter den Folgen der Wirtschaftskrise wie die Jugendlichen in Europa. Jeder zweite junge Spanier und Grieche ist arbeitslos. In Ländern wie Portugal oder Irland ist es jeder dritte junge Erwachsene. Auch in Deutschland ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt prekär: Über zwei Millionen Jugendliche ohne Berufsabschluss warten noch immer auf eine zweite Chance. Der DGB fordert die Politik auf, ihnen diese Chance auch zu geben.

Die Gewerkschaften schlussfolgern: Europas Jugend kann mehr als nur auf Arbeit warten. Das wollen junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter am ‚Tag der Ansage’ bekräftigen. Wir fordern die Politik dazu auf, endlich zu handeln statt nur zu reden. Dem Kürzungsdiktat der Kanzlerin erteilen wir ein klares Nein. Europa braucht Investitionen in Ihre Zukunft, das heißt vor allem in ihre Jugend, um wieder auf die Beine zu kommen. Gute Ausbildung, sichere Beschäftigung und eine soziales und tolerante Staatengemeinschaft – das ist, was Europas Jugend dringend braucht.“

Mit dem Aktionstag ‚Tag der Ansage’ startet die Gewerkschaftsjugend ihre Kampagne zur Bundestagswahl für eine soziale und arbeitnehmerfreundliche Politik für junge Menschen. Der ‚Tag der Ansage’ für eine bessere Ausbildung, gute und sichere Beschäftigung und ein soziales Europa findet in Hannover, Dortmund, Nürnberg, Berlin, Frankfurt/Main und auf der Leipziger Buchmesse statt. Mit öffentlichen Aktionen und einem Radioballett verleihen die Jugendlichen ihren Forderungen Nachdruck.

Weitere Informationen zum ‚Tag der Ansage’ am 16. März unter:
www.dgb.de/-/tR1 sowie unter www.jugend-macht-ansagen.de

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)