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Sozialpolitik / Kinder- und Jugendpolitik

AWO begrüßt DGB-Konzept einer Kindergrundsicherung

Ein Sparschwein, das von den Händen mehrerer Familienmitglieder gehalten wird, auf dem Tisch darunter liegen einzelnen Münzen
Bild: rawpixel.com

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will Familien mit niedrigem Einkommen gezielt unterstützen und legt ein eigenes Konzept für die Einführung einer einkommensabhängigen Kindergrundsicherung vor. Der AWO Bundesverband unterstützt diese Forderung und fordert die Politik zu einer Auseinandersetzung mit den verschiedenen Reformperspektiven auf.

Anlässlich Veröffentlichung des DGB-Konzepts für eine Kindergrundsicherung (PDF, 231 KB) kommentiert Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverband: „Ich freue mich, dass die Idee der Kindergrundsicherung mit dem DGB nun weitere prominente Unterstützung erhält. Mit dem heute veröffentlichten Konzept liegt jetzt erneut ein guter Vorschlag auf dem Tisch. Wir fordern die Politik auf, sich eingehend mit den verschiedenen Reformperspektiven auseinanderzusetzen und die Kindergrundsicherung rasch auf den Weg zu bringen.“

DGB-Konzept für eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung

Das Konzept des DGB sieht vor, verschiedene kind- und familienbezogene Leistungen wie Kindergeld, Kinderfreibetrag, Kinderregelsätze, Kinderzuschlag, Teile des Bildungs- und Teilhabepaketes sowie eine Wohnkostenpauschale in einer Geldleistung zu bündeln und möglichst niedrigschwellig und automatisch auszuzahlen. Die tatsächlich ausgezahlte Geldsumme orientiert sich dabei an der Einkommenssituation der Familien. Der höchste Betrag steht denjenigen Familien mit den kleinsten Einkommen zur Verfügung. Mit steigendem Einkommen wird der Auszahlungsbetrag durch Einkommensanrechnung auf einen Sockel abgeschmolzen, der allen Kindern zur Verfügung steht.

Kindergrundsicherung schafft Voraussetzungen für gutes Aufwachsen

„Auch die AWO setzt sich im Bündnis mit vielen anderen Organisationen für eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung ein. Denn wir wissen aus eigener Forschung und Praxis, wie tiefgreifend die materiellen, kulturellen, sozialen und gesundheitlichen Folgen der Armut für das Leben und den Lebensverlauf der Kinder und Jugendlichen sind. Wir sind daher der festen Überzeugung, dass Kinder mehr brauchen. Eine Kindergrundsicherung schafft die materiellen Voraussetzungen für ein gutes Aufwachsen, für Teilhabe statt Armut.“

Die AWO organisiert sich mit weiteren Wohlfahrtsverbänden, Kinderrechts- und Sozialorganisationen im Bündnis Kindergrundsicherung: www.kinderarmut-hat-folgen.de

Quelle: AWO Bundesverband e.V. vom 08.07.2020

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