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Sozialpolitik / Jugendsozialarbeit

Lenkungsgruppe soll Ausbildungssituation in Bremen verbessern

Ordner mit dem Schild Azubis liegt auf dem Computer
Bild: © DOC RABE Media- Fotolia.com

Bremens Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Kristina Vogt, möchte perspektivisch mehr Schulabgänger und Schulab­gängerinnen in die berufliche Ausbildung bringen. Immer noch gebe es in Bremen zu viele Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz bekommen. Gleichzeitig habe die Anzahl der ausbildenden Betriebe, die keine Bewerber oder Bewerberinnen finden, zugenommen.

Die Senatorin möchte dazu beitragen, dass Betriebe und Ausbildungsplatzsuchende besser zusammenkommen und die Anzahl der betrieblichen Ausbildungsplätze erhöht wird. Aus diesem Grund hat sie die Partner und Partnerinnen der „Bremer Vereinbarungen“ für Ausbildung eingeladen.

In der Sitzung am 28. Oktober 2019 wurde das Ziel formuliert, neue Wege zu suchen, die Ausbildung attraktiver und passender für junge Menschen zu gestalten. Gleichzeitig waren sich die Teilnehmenden darin einig, dass weitere Instrumente nötig sind, um Betriebe zu unterstützen, die junge Menschen mit Vermittlungsschwierigkeiten, Sprachproblemen oder schlechteren Schulabschlüssen ausbilden. In dem konstruktiven Dialog vereinbarten die zuständigen Ressorts, Magistrat, Kammern, Gewerkschaften, die Jobcenter, die Agentur für Arbeit und Unternehmensverbände, dass sie auch künftig gemeinsam Maßnahmen auf dem Ausbildungsmarkt entwickeln wollen.

Gründung einer Lenkungsgruppe zur Weiterentwicklung

Beschlossen wurde die Gründung einer Lenkungsgruppe, die die bestehenden Instrumente zur Unterstützung der Betriebe und der Ausbildungssuchenden überprüft und neue Formate entwickelt. Zudem wurde vereinbart, dass die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, zeitnah unterschiedliche Möglichkeiten, eines Ausbildungsfonds sowie branchenspezifischer Lösungen durch externe Expertinnen und Experten auf ihre rechtliche und praktische Umsetzbarkeit überprüfen lässt.

Die Lenkungsgruppe wird darüber hinaus auch über neue Ideen zur Unterstützung der ausbildenden Betriebe in Bezug auf erfolgreichen Berufsschulbesuch, das Absolvieren der Prüfungen, soziale Kompetenzen sowie individuelle Unterstützung der Auszubildenden beraten.

Zu viele freie Ausbildungsplätze in Bremen

In der Ausbildungsmarktstatistik 2018 der Partner und Partnerinnen der „Bremer Vereinbarungen“ für Ausbildung und Fachkräftesicherung bleibt die Zahl der besetzten Ausbildungsplätze unter den Erwartungen.

Die Gesamtzahl der jährlich neu begonnenen Ausbildungen im Land Bremen, die sich aus den neuen Ausbildungsverhältnissen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), der Handwerksordnung (HwO) und in der Seeschifffahrt, den schulischen Ausbildungsplätzen und den Laufbahnausbildungen zusammensetzt, ist im Betrachtungszeitraum von 2013 bis 2018 von 7.099 um 142 auf 7.241 Ausbildungen allerdings gestiegen (+ 2,0 %). Allein im öffentlichen Dienst sind 189 neue Ausbildungsplätze in der Laufbahnausbildung entstanden. Die Angebots-Nachfrage-Relation, das heißt wie viele Ausbildungsstellenangebote rechnerisch auf 100 Bewerberinnen und Bewerber entfallen, ist mit 92,0 im Land (96,6 im Bundesdurchschnitt) zu niedrig. Vor allem kleine und mittlere Betriebe bilden in Bremen aus.

Die vollständige Statistik ist auf den Internetseiten der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa abrufbar.

Quelle: Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa vom 31.10.2019

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