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Sozialpolitik / Migration

Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Migrationshintergrund: Berlin braucht dich!

Ein afrikanischaussehender Jugendlicher sitzt mit einem anderen Mann am Tisch und sie schütteln sich freudig zum Abschluss des Gesprächs die Hand
Bild: © Daniel Ernst - fotolia.com

Die Vielfalt der Bevölkerung soll auch in Berliner Betrieben und Behörden abgebildet werden. Im Rahmen der Kampagne „Ausbildung – eine Frage der Einstellung“ richten sich Berliner Betriebe und der Öffentliche Dienst an Berliner Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sie für eine Ausbildung beim Land Berlin gewinnen wollen.

Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales betonte zum Auftakt der Kampagne „Ausbildung – eine Frage der Einstellung“ in der Ausbildungswerkstatt der Berliner Wasserbetriebe, dass der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter den neueingestellten Auszubildenden beim Land Berlin von 8,7% im Jahr 2006 auf 27,1% im Jahr 2017 gestiegen sei. Trotz dieses Erfolgs sei man noch nicht am Ziel. „Eine eigene oder familiäre Einwanderungsgeschichte erschwert nach wie vor die Suche nach einem Ausbildungsplatz.“

Interkulturelle Öffnung: Diversität der Bevölkerung auch in den Behörden abbilden

„Wir stehen dafür, dass die Diversität der Bevölkerung auch in Berlins Behörden abgebildet sein muss. Die Verwaltung hat bei der interkulturellen Öffnung bereits große Schritte gemacht und muss diesen Weg konsequent weitergehen. Positive Beispiele sind hier besonders die Polizei und das IT-Dienstleistungszentrum“ so die Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik aus der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Sabine Smentek.
Jugendliche der Zielgruppe scheitern häufiger als andere in den Bewerbungs- und Einstellungsverfahren“, erläutert Andreas Germershausen, Integrationsbeauftragter des Senats. „Um mehr Vielfalt in der Ausbildung zu ermöglichen, arbeiten wir im Rahmen von Berlin braucht dich! an den Einstellungsverfahren der Unternehmen.“

„Bewerbt euch beim Land Berlin für eine Ausbildung. Berlin braucht euch!“, so der Aufruf der öffentlichen Unternehmen an die Jugendlichen. „Gute Angebote zur Berufsorientierung und eine interkulturell sensible Ansprache der Jugendlichen sind für den Erfolg zentral“, weiß Kerstin Oster, Vorständin der Berliner Wasserbetriebe. Von Anfang an ist ihr Unternehmen an Berlin braucht dich! beteiligt. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es für uns auch ein Weg motivierte Fachkräfte für die Berliner Wasserbetriebe selbst auszubilden.“

Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Rechtzeitig zum Beginn der Bewerbungsphase für das Ausbildungsjahr 2019 werden Jugendliche aufgerufen und motiviert, sich für eine Ausbildung beim Land Berlin zu bewerben. Über eine Hotline oder per Mail erhalten sie bei Bedarf die Möglichkeit zur Beratung durch* BQN Berlin*, das Berlin braucht dich! im Auftrag des Integrationsbeauftragten umsetzt. „Der Öffentliche Dienst bietet viele attraktive Berufsperspektiven, auch wenn viele Bewerbungsverfahren es in sich haben!“, so der Vorsitzende der Haupt-Jugend- und Auszubildendenvertretung des Landes Berlin, Pascal Prey. Das umfangreiche Ausbildungsangebot im Öffentlichen Dienst und der Berliner Betriebe mit Landesbeteiligung ist auf der Ausbildungsplatzbörse von Berlin braucht dich! einzusehen. Parallel zur U-Bahn-Werbung werden diese Angebote auf Social-Media-Plattformen beworben.

Kampagne „Ausbildung eine Frage der Einstellung“

Die Kampagne „Ausbildung: Eine Frage der Einstellung“ wurde im November 2017 vom Berliner Integrationsbeauftragten ins Leben gerufen. Namhafte Betriebe und Behörden folgten dem Aufruf, Gesicht für mehr Vielfalt in der Ausbildung zu zeigen und als gute Beispiele für eine interkulturell geöffnete Ausbildung zu werben, darunter die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, das Bezirksamt Neukölln, die Berliner Feuerwehr, verschiedene Wohnungsbaugesellschaften, die Berliner Wasserbetriebe, der Klinikkonzern Vivantes, die Berliner Bäderbetriebe und der Flughafen Berlin Brandenburg.

Weitere Informationen

Quelle: Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales - Integrationsbeauftragter des Berliner Senats vom 26.10.2018

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