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Sozialpolitik / Kinder- und Jugendpolitik

Arbeitsmarkt: Aufschwung für die Jugend nutzen

Eine Reihe Menschen hält ihre Daumen hoch
Bild: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Rund 44,3 Millionen Menschen sind derzeit erwerbstätig, 32,6 Millionen Menschen sozialversichert beschäftigt. Besonders erfreulich: Die Zahl der offenen Stellen wächst auch im Winter weiter. „Diese positive Bewegung auf dem Arbeitsmarkt gilt es für die Jugend zu nutzen“, so Bundesarbeitsministerin Barley. Seit dem 26. Februar findet deutschlandweit die „Woche der Ausbildung“ statt.

Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im Februar fort: „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind gesunken, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist weiter auf Wachstumskurs und die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf sehr hohem Niveau“, fasst der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, zusammen.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Februar auf 44,28 Millionen gestiegen. Damit hatten im Vergleich zum Vorjahr 625.000 mehr Menschen Arbeit, meldete die BA.

Mehr sozialversicherte Arbeitsplätze

Der Anstieg bei der Erwerbstätigkeit beruht ausschließlich auf mehr sozialversicherungspflichtigen Jobs: 711.000 mehr Beschäftigte als noch vor einem Jahr sind inzwischen sozialversichert - insgesamt sind es 32,56 Millionen. 

Diese nun sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sind in allen Bundesländern und Branchen entstanden: vor allem bei Unternehmensdienstleistern, zum Beispiel IT-Diensten, sowie in der Pflege.

Mehr Arbeitskräfte nachgefragt 

Im Februar waren 764.000 offene Arbeitsstellen bei der BA gemeldet - 90.000 mehr als vor einem Jahr. 66 Prozent der Stellen hätten nach BA-Angaben sofort besetzt werden können. Im Durchschnitt blieb eine Stelle 101 Tage unbesetzt, sechs Tage länger als im Vergleich zum Vorjahr.

Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot lag im dritten Quartal 2017 bei 1,10 Millionen Stellen, so das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

„Nimmt man noch die anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften, die Zunahme bei den bestehenden offenen Stellen und die weiter wachsende Zahl der neu angemeldeten offenen Stellen hinzu, lässt sich mit Fug und Recht feststellen: Der deutsche Arbeitsmarkt ist positiv in Bewegung und bietet viele Chancen“, stellte die geschäftsführende Bundesarbeitsministerin Katarina Barley fest.

Ausbildung im eigenen Betrieb sichert Fachkräfte von morgen

Barley warb zugleich dafür, den Schwung auf dem Arbeitsmarkt für die Jugend zu nutzen: „Eine gute duale Berufsausbildung mit Abschluss ist eine hervorragende Grundlage für ein gelingendes und auskömmliches Berufsleben. Und auch für die Unternehmen gilt: Ausbildung im eigenen Betrieb schafft und sichert die Fachkräfte von morgen.“ 

Die BA hat am 26. Februar die „Woche der Ausbildung“ gestartet. Unter dem Motto „Ausbildung klar machen“ können sich Jugendliche über die duale Berufsausbildung informieren: bei Vorträgen, Aktionen und Workshops. Arbeitgebern will die BA zeigen, welche Vorteile es für sie hat, leistungsstarken Nachwuchs selbst auszubilden.

Arbeitslosigkeit geht klar zurück

Im Februar waren 216.000 (acht Prozent) weniger Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Insgesamt waren rund 2,55 Millionen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank damit von Januar auf Februar um 0,1 Prozent auf 5,7 Prozent.

Auch die Kurzarbeit - im Winter vor allem auf dem Bau üblich - ging gegenüber Februar 2017 klar zurück: um 232.000 Fälle oder sechs Prozent.

Stärker als im Westen sank die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland: Dort waren 11 Prozent weniger arbeitslos als vor einem Jahr - eine gute Nachricht, denn wegen der demografischen Entwicklung verliert der Osten insgesamt mehr potenzielle Arbeitskräfte im erwerbsfähigen Alter. Die Arbeitgeber können freie Stellen dagegen nur bedingt mit Zuwanderern besetzen. 

845.000 Arbeitslose erhielten im Februar 2018 Arbeitslosengeld. 1,62 Millionen oder 64 Prozent bekamen Arbeitslosengeld II (Hartz IV). 857.000 waren länger als 12 Monate arbeitslos - im Vergleich zum Vorjahr sind das 85.000 oder 9 Prozent weniger.

Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt

Es wird mehrere Jahre dauern, um die hier lebenden Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Etwa 409.000 von ihnen absolvieren derzeit Integrationskurse und Qualifizierungsmaßnahmen. Arbeitslos gemeldet waren im Februar 179.000 geflüchtete Menschen, 2.000 mehr als vor einem Jahr.

Zugleich ist die Zahl derjenigen Geflüchteten, die sozialversichert beschäftigt sind, um rund 79.000 oder 60 Prozent gestiegen.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 01.03.2018

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