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Sozialpolitik / Jugendsozialarbeit

300.000 Auszubildende in NRW: Broschüre zur Berufsbildung veröffentlicht

Sieben illustrierte Personen, die unterschiedliche Berufe darstellen, u.a. Feuerwehrmann und Krankenschwester
Bild: rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Im Jahr 2018 absolvierten in Nordrhein-Westfalen 299.200 – zumeist junge – Menschen eine duale Ausbildung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Zahl der Auszubildenden damit in etwa auf Vorjahresniveau (+0,6 Prozent im Vergleich zu 2017). Seit Beginn der Berufsbildungsstatistik im Jahr 1976 schwankte die Auszubildendenzahl zunächst erheblich, ehe sie sich in den letzten Jahren auf einen Stand von etwa 300.000 eingependelt hat. Eine Hochphase erfuhr die duale Ausbildung in den 1980er-Jahren mit dem Höchstwert im Jahr 1985 (505.600 Auszubildende). Diese und weitere Informationen zur beruflichen Bildung haben die Statistiker in der Broschüre "NRW (ge)zählt: Berufsbildung in Nordrhein-Westfalen" veröffentlicht.

Die Broschüre enthält wesentliche Kennzahlen zur dualen Ausbildung in Nordrhein-Westfalen auf Basis der Berufsbildungsstatistik. Beleuchtet wird die Ausbildung im dualen System, d.h. Angebot von und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen, Entwicklung der Auszubildendenzahl, Ausbildungsbereiche und -berufe. Die Auszubildenden werden nach Merkmalen wie Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit, schulischer und beruflicher Vorbildung untersucht. Ergänzende Themen sind Ausbildungserfolg und fortführende berufliche Qualifikationsmaßnahmen.

Duale Ausbildung

Bei der Betrachtung der Verteilung der ausländischen Auszubildenden nach Regionen zeigt sich, dass im Jahr 2018 in den Städten des Ruhrgebiets und den angrenzenden Kreisen sowie in größeren Städten die höchsten Anteile ausländischer Auszubildender zu finden sind. Bonn hatte mit 13,6 Prozent die höchste, der Kreis Borken mit 5,1 Prozent die niedrigste Azubi-Ausländerquote in NRW. Der Ausländeranteil liegt mit 9,7 Prozent in der dualen Ausbildung landesweit immer noch unter dem Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Zahl aller 16- bis 25-Jährigen in NRW.

Die Quote von 90,1 Prozent bestandener Abschlussprüfungen und eine Vertragslösungsquote von 25,7 Prozent geben Hinweise darauf, dass das duale System stabil und erfolgreich ist. Hier sticht besonders der Öffentliche Dienst hervor: Die Erfolgsquote von 94,3 Prozent und die Vertragslösequote von 6,5 Prozent werden in den anderen Ausbildungsbereichen nicht erreicht.

Berufliche Weiterbildung

Neben der dualen Ausbildung wird in der vorliegenden Ausgabe der Broschüre auch die berufliche Weiterbildung thematisiert: Im Jahr 2018 absolvierten 19.449 Personen Meister- oder Fortbildungsprüfungen. Das waren 37,2 Prozent aller wahrgenommenen Weiterbildungsprüfungen. Auf Platz zwei folgten mit 36,9 Prozent die Ausbildereignungsprüfungen (19.269 Prüflinge). Das Fördervolumen für Aufstiegsfortbildungen betrug 97,8 Millionen Euro. Davon wurden 57,2 Millionen Euro als Darlehen und 40,6 Millionen Euro als Zuschüsse gewährt, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Die Broschüre "NRW (ge)zählt: Berufsbildung in Nordrhein-Westfalen" (PDF, 2,1 MB) steht als Download auf den Seiten des IT.NRW zur Verfügung.
Regionalergebnisse der Berufsbildungsstatistik sind zu finden unter: http://url.nrw/bbs1und http://url.nrw/bbs2

Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) vom 10.03.2020