Kinder- und Jugendpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

Will man wirklich mit der Jugend selbst reden? KLJB zur Enquetekommission im Bayerischen Landtag

Frau steht an Bushaltestelle
Bild: © spql - Fotolia.com

Die Enquetekommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die katholische Landjugend begrüßt, dass dort die Zukunftsthemen der Jugend auf dem Land ausführlich behandelt werden. Zugleich fragt der Jugendverband nach konkreten Maßnahmen für mehr Jugendbeteiligung und Dialog mit der Jugend.

Zum am Dienstag (30.01.2018) im Bayerischen Landtag vorgelegten Abschlussbericht der Enquetekommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ kommentiert die KLJB-Landesvorsitzende Simone Grill (24) aus Röttenbach (Landkreis Roth) aus Sicht der Landjugend: „Wir freuen uns, dass die Zukunftsthemen der Jugend auf dem Land so ausführlich im Landtag behandelt werden und auch die Stellungnahme der KLJB Eingang in den Bericht fand. Entscheidend wird aber für die Landjugend der Alltag auf dem Land sein und ob Jugendbeteiligung ernst gemeint wird. Die erste Frage für uns ist dabei: Will man wirklich mit der Jugend selbst reden?“

KLJB fordert besonders Jugendbeteiligung

Die KLJB Bayern habe seit Jahren als Fachverband für ländliche Räume in Stellungnahmen und Beschlüssen mehr Jugendbeteiligung eingefordert und suche in den 120 Handlungsanweisungen der Kommission noch nach konkreten Forderungen, wie diese wichtige Zukunftsfrage auch ein Mitwirkungsrecht der Jugend selbst beinhaltet und wie mit ihr diskutiert werden soll.
  
Natürlich seien die bisher in der Presse aufgenommenen Themen Mobilität oder Digitalisierung für die Jugend auf dem Land wichtige „harte“ Faktoren für die Entscheidung, auf dem Land zu bleiben oder zurück zu kehren. Daneben wirkten aber viele „weiche Faktoren“ der starken Vereinslandschaft, persönlichen Netzwerke und nicht zuletzt die Angebote der Jugendarbeit , sagt Simone Grill.

KLJB-Projekt „Stadt. Land. Wo?“ forscht bis 2019 weiter

Diese Fragen nach Gehen oder Bleiben folgt das Forschungsprojekt „Stadt. Land. Wo? Was die Jugend treibt“, für das die ehrenamtliche KLJB-Landesvorsitzende Simone Grill in der Projektsteuerung mit zuständig ist. Hier werden bis zur Fertigstellung im März 2019 gemeinsam mit dem isr (Institut für Stadt- und Regionalmanagement, München) und gefördert vom Umweltministerium die Faktoren weiter untersucht, die in verschiedenen ländlichen Regionen die jungen Menschen auf dem Land halten, gehen oder zurückkehren lassen.
 
Simone Grill: „Bei unserem Projekt fangen wir selbst mit gelungener Jugendbeteiligung an. In drei kreativen Workshops haben wir bereits mit rund 90 jungen Menschen selbst diskutiert und nach ihrer Sicht gefragt. Wir sind gespannt, wie die weiteren Ergebnisse werden!“
 
Weitere Informationen zum Projekt "Stadt. Land. Wo?" stehen auf den Webseiten des Jugendverbandes zur Verfügung. 

Quelle: Katholische Landjugend Bayern vom 01.02.2018

Info-Pool