Kinder- und Jugendpolitik

"Wem gehört die Stadt?" – Junge Menschen in der Politik

Bremen
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Der Bremer Bürgermeister Sieling sprach mit Jugendlichen über Chancen des Dialogs. Drückt sich Politik immer verständlich aus? Das war die zentrale Frage des Gesprächs mit Jugendlichen und Akteuren aus Jugendhilfe, Politik und Verwaltung.

In den Gesprächen bei dieser Veranstaltung mit dem treffenden Titel "Wem gehört die Stadt?" ging es darum, welche Möglichkeiten Jugendliche haben, eigene Ideen zu verwirklichen und sich politisch zu engagieren.

Empfehlungen für eine für junge Menschen verständliche Sprache 

Bettina Fackelmann, Kommunikationswissenschaftlerin aus Berlin, hat mit einer Gruppe von Studierenden erforscht, wie sich die Sprache von Politikerinnen und Politikern auf das Verhältnis junger Menschen zur Politik auswirkt. Die befragten Jugendlichen geben in der Studie "Sprichst Du Politik?" Politikerinnen und Politikern, Medien und Schulen Empfehlungen für eine für junge Menschen verständliche Sprache. Wie die Studie zeigt, kann die Sprache in Politik und Verwaltung tatsächlich eine Hürde sein. Grundlage waren Gruppeninterviews und mehr als 30.000 Onlinebefragungen. Viele Jugendliche mit politischem Interesse denken zwar, dass sie persönlich in der Demokratie gebraucht werden, gehen jedoch davon aus, die Aufgabe nicht erfüllen zu können.

Teilhabe junger Menschen in Bremer Stadtteilen

In Beteiligungsprojekten entscheiden Jugendliche über die Jugendbeiräte derzeit über ca. zehn Prozent der Globalmittel (Etat für stadtteilbezogene Maßnahmen) der Stadtteilbeiräte. Dies, so Bürgermeister Sieling, trage enorm dazu bei, dass sich Jugendliche als selbstwirksam erleben können. "Die Jugendbeteiligung ist ein Schlüssel für das weitere Engagement junger Menschen. Ich möchte jeden jungen Erwachsenen dazu ermutigen, eigene Ideen und Projekte zu verfolgen, denn genau das brauchen wir für eine lebendige Demokratie."

In der Stadt Bremen existieren derzeit mehrere Jugendbeiräte. Diese kümmern sich stark um geflüchtete Menschen. Der Jugendbeirat Hemelingen organisiert beispielsweise eine "Schools out Party" mit jungen Geflüchteten und startet jetzt eine Online-Umfrage, um weitere Ideen für den Stadtteil zu sammeln. Mehr über die Arbeit der Jugendbeiräte gibt es auf der Internetseite Jugendbeteiligung im Stadtteil für Bremen (JubiS) www.jubis-bremen.de/.

Quelle: Senatskanzlei Bremen vom 26.04.2016

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