Kinder- und Jugendpolitik / Europa

Unsere Rechte, unser Leben – Jugendwoche des Europarates

Sechs Jugendliche halten farbige Sprechblasen in der Hand
Bild: rawpixel.com

Vom 8. bis 11. Juli 2019 findet in Straßburg die Enter! Jugendwoche statt, bei der u.a. 250 Jugendliche aus 50 Ländern das Thema soziale Rechte diskutieren und die Umsetzung der Enter!-Empfehlung zum Zugang junger Menschen aus benachteiligten Stadtteilen zu sozialen Rechten von 2015 überprüfen. Veranstalter ist der Europarat mit Unterstützung der Stadt Straßburg, des französischen Jugendministeriums und des Europäischen Jugendforums.

Unter dem französischen Vorsitz des Ministerkomitees des Europarates bringt die „Enter! Jugendwoche: unsere Rechte, unser Leben“ rund 250 Jugendliche und Jugendarbeiter/-innen aus rund 50 Länder sowie Vertreter lokaler und regionaler Behörden und Jugendorganisationen zusammen. Sie werden ihre Erfahrungen und Erwartungen in punkto Zugang zu ihren sozialen Rechten diskutieren.

Zugang junger Menschen zu sozialen Rechten

Insbesondere werden sie den Umsetzungsprozess der Enter!-Empfehlung zum Zugang junger Menschen aus benachteiligten Stadtteilen zu sozialen Rechten (PDF 368 KB) überprüfen, die 2015 als Reaktion auf die Tatsache angenommen wurde, dass diese jungen Menschen anfälliger für alle möglichen Risiken sind, einschließlich schlechte körperliche und geistige Gesundheit, Drogenmissbrauch, Selbstschädigung, Gewalt und Ausgrenzung. In der Empfehlung werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, die der Situation und den besonderen Bedürfnissen der Jugendlichen aus benachteiligten Stadtvierteln Rechnung tragen, um Armut, Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung zu verhindern und zu beseitigen, denen junge Menschen zum Opfer fallen.

Alle Menschen vor Armut schützen

„Das Recht auf menschenwürdiges Wohnen und qualitativ hochwertige Bildung, eine angemessene Gesundheitsversorgung sowie soziale Sicherheit und Beschäftigung – all das sind wichtige Aspekte des Schutzes vor Armut“, sagte Gabriella Battaini-Dragoni, stellvertretende Generalsekretärin des Europarates in ihrer Eröffnungsrede. „Diese Rechte sind weder Luxus, noch sind sie für einige wenige bestimmt. Dort, wo Länder sie übernommen haben, sind sie gesetzlich verankert: zum Wohle jedes einzelnen Menschen – ob Mann oder Frau, jung oder alt, arm oder reich.“

Gemeinsam Lösungen für heute und morgen entwerfen

„Junge Menschen sind die Zukunft, aber vor allem sind sie die Gegenwart. Junge Menschen werden grenzüberschreitend mobilisiert, und deshalb müssen sie ihren Platz im multilateralen Europarat einnehmen. Das Ziel der Enter! Jugendwoche ist, sich Gehör zu verschaffen, auch zuzuhören und gemeinsam Lösungen für heute und morgen zu entwerfen“, sagte Gabriel Attal, Staatssekretär im Ministerium für nationale Bildung und Jugend Frankreichs. Frankreich, führte er fort, setze sich uneingeschränkt für die Gewährleistung sozialer Gerechtigkeit für alle jungen Menschen ein, gleich, wo sie leben. „Bildung und Engagement sind zwei wesentliche Vektoren, um soziale Gerechtigkeit zum Leben zu erwecken.“

Die Schlussfolgerungen der Enter! Jugendwoche werden bei der Plenarsitzung am 11. Juli im Palais de l'Europe bekannt gegeben.

Quelle: Europarat vom 08.07.2019

Info-Pool