Kinder- und Jugendpolitik / Europa

Treffen der Landjugendverbände Österreichs, Südtirols und Deutschlands

Die Schwerpunktthemen des Austausches waren nationale und internationale Agrarpolitik, eigenständige Regionalentwicklung und der jugend- und gesellschaftspolitische Wert von Jugendverbandsarbeit.

„Europa wächst zusammen, wenn es ein Miteinander der Menschen in den Regionen gibt.“, mit dieser Aussage begrüßten die Vorsitzenden des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), Gunther Hiestand und Katrin Biebighäuser, Johannes Kessel und Monika Zirkl, Bundesleiter der österreichischen Landjugend sowie Elisabeth Wenter (Landesleiterin), Hannes Dosser (Landesobmann) und Raffael Mooswalder (Landessekretär) von der Südtiroler Bauernjugend bei der Bundesmitgliederversammlung des BDL in Fronhofen zu einem internationalen Spitzengespräch der Landjugendverbände.

Einig waren sich alle VertreterInnen, dass es nicht sein kann, dass staatliche Angebote in Konkurrenz zu freien Trägern der Jugendarbeit - wie die Landjugendverbände, die ihre Angebote ehrenamtlich organisieren - treten dürfen. Demokratisches Bewusstsein, soziales und gesellschaftliches Engagement werden nachhaltig nur in der Jugendverbandsarbeit gelernt. „Der junge Mensch erfährt bei uns“, so Johannes Kessel, „wie er sich positiv für seine Gesellschaft, d. h. sein Dorf und damit auch seine Heimat engagieren kann.“ 

Mit Erstaunen vernahmen die TeilnehmerInnen des Treffens, dass es in Südtirol nahezu keine Jugendarbeitslosigkeit gibt. „Wir haben aber jüngst Initiativen gestartet, mit denen wir für landwirtschaftliche Berufe werben.“, erläutert Hannes Dosser. „Denn Beispiele aus den Nachbarprovinzen zeigen uns einmal mehr, dass die Landwirtschaft die maßgebliche Trägerin des ländlichen Raumes ist. Ohne Landwirtschaft und ohne Jugend, die in der Landwirtschaft eine Zukunft sieht, besteht die Gefahr der Verödung des ländlichen Raumes.“ Um das zu verhindern, bedarf es Lebens- und Bleibeperspektiven für junge Menschen im ländlichen Raum.

Gelingen kann ein solches Vorhaben nur, so die Ansicht aller Beteiligten, wenn es eine solide öffentliche Förderung der Landjugendarbeit aber auch eine funktionierende Landwirtschaft in den einzelnen Regionen gibt.

Die Landjugendverbände vereinbarten, zukünftig bei Themen wie z. B. Hofnachfolge, internationaler Gremienarbeit und bei internationalen Veranstaltungen zusammenzuarbeiten.

Herausgeber: Bund der Deutschen Landjugend

ik

 

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