Kinder- und Jugendpolitik / Coronavirus

Spielräume für Kinder und Familien: Sechs Erkenntnisse aus der Corona-Krise für die kommunale Planung

Kinder spielen mit großen Seifenblasen auf einem öffentlichen Platz
Bild: Vita Marija Murenaite - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die Initiative Kommune 360° als bundesweites Netzwerk von Akteuren aus kommunaler Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft hat sechs Erkenntnisse aus der Corona-Krise als Impulse für die integrierte kommunale Planung zusammengestellt.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben Kommunen herausgefordert, schnell und flexibel alternative Lösungen für die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien zu entwickeln. Dies zeigt einmal mehr, dass die Handlungsfähigkeit der Kommunen erhalten und gestärkt werden muss, um in akuten Krisen zielgerichtet und planvoll reagieren zu können. Dabei geht es einerseits um finanzielle und personelle Ressourcen, anderseits um zukunftsfeste Strukturen. Was ein ressortübergreifendes und beteiligungsorientiertes Agieren vor Ort leisten kann, haben die vergangenen Jahre immer wieder gezeigt. Die Weiterentwicklung der kommunalen Planungs- und Koordinationskapazität schafft Spielräume − für aktuelle und zukünftige Herausforderungen.“

Durch die Kontaktbeschränkungen sowie des eingeschränkten Kita- und Schulbetriebes aufgrund der Corona-Pandemie wurde das öffentliche Leben stark heruntergefahren und viele Familien befanden sich in einer sehr herausforderungsvollen Lebenszeit: Freizeit, Spiele, Lernen, Beruf – beinahe alles spielte sich im eigenen häuslichen Umfeld ab, nicht immer mit einem großen häuslichen Platzangebot oder gar Gartenflächen.

Die Kommunen als der Lebensort für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern standen in der Herausforderung, Bedarfe zielgruppen- und sozialraumspezifisch zu erkennen, eine Wiederaufnahme von Angeboten zu ermöglichen und alternative Ansätze, sei es im digitalen Raum oder durch eine Umgestaltung von Angeboten, gemeinsam mit weiteren Akteuren zu entwickeln. So waren die Kommunen im Bildungsbereich gefordert, mussten zugleich auch die Gesundheitsämter für die neue Aufgabe ausstatten und ihre Strukturen im Sozialbereich ausbauen, etwa um auf den Anstieg des ALG II zu reagieren.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben Kommunen herausgefordert, schnell und flexibel alternative Lösungen für die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien zu entwickeln. Dafür sind einerseits finanzielle und personelle Ressourcen, anderseits zukunftsfeste Strukturen notwendig. Was Zusammenarbeit leisten kann, wenn zum Beispiel Kinder- und Jugendhilfe und Schule, Soziales, Gesundheit sowie Stadtentwicklung in der Kommune Hand in Hand agieren, sollen die folgenden Impulse aufzeigen.

Kommunale Planungs- und Koordinationskapazität stärken

Die Initiative Kommune 360° hat sechs Erkenntnisse aus der Corona-Krise als Impulse für die integrierte kommunale Planung zusammengestellt.

  1. Ressortübergreifende Steuerungsstrukturen stärken
  2. Datenbasierte Planung als Entscheidungsgrundlagen nutzen
  3. Mit Beteiligung und Netzwerke n schnell auf Bedarfe reagieren
  4. Innovative Lösungen ermöglichen
  5. Öffentlichen Raum als Bildungs - und Begegnungsort denken  
  6. Frühzeitig präventive Strategien entwickeln

Ausführliche Informationen zu den „Sechs Erkenntnissen aus Corona: Kommunale Planungs- und Koordinationskapazität stärken“ stehen im vollständigen Impulse-Papier (PDF) zur Verfügung.

Über die Initiative Kommune 360°

Die Initiative Kommune 360° knüpft ein bundesweites Netzwerk von Akteuren aus kommunaler Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam suchen die Akteure nach Wegen, wie Kommunen Kinder und ihre Familien noch besser unterstützen können. Der Fokus: Integrierte Planungs- und Koordinationsprozesse. Die Auridis Stiftung, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und die gemeinnützige PHINEO AG haben Kommune 360° ins Leben gerufen:  www.kommune360.de

Das Format Kommune 360° Impulse für integrierte Planung liefert Praxisinstrumente und konkrete Anregungen für den Bereich Jugendhilfe und darüber hinaus.

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