Kinder- und Jugendpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

Projekte für mehr Jugendgerechtigkeit gehen an den Start

Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks spricht auf der Auftaktveranstaltung des Innovationsfonds für eine Eigenständige Jugendpolitik
Bild: © Causalux / Stefan Walter Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks betonte den wichtigen Beitrag der geförderten Projekte zu mehr Jugendgerechtigkeit

Junge Menschen wollen mitgestalten. Der Innovationsfonds für eine Eigenständige Jugendpolitik unterstützt sie dabei. Zur Auftaktveranstaltung der neuen Förderphase bis 2019 unter dem Motto "Starke Jugend – Starke Gesellschaft" hat die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks die Partner aus insgesamt 40 Projekten begrüßt.

Zur Auftaktveranstaltung für die neue Förderphase des Innovationsfonds für Eigenständige Jugendpolitik, die am 30. November und 1. Dezember in Berlin statt fand,  kamen etwa 100 Fachkräfte und Jugendliche aus vierzig Projekten im Bundesjugendministerium zusammen und starteten gemeinsam in die nächsten zwei Jahre.

Mehr Jugendgerechtigkeit in unserer Gesellschaft

In ihrem Grußwort betonte Caren Marks: "Jugendliche haben das Recht, für ihre Interessen einzutreten. Sie wollen mitentscheiden und mitgestalten – in allen gesellschaftlichen Bereichen. Der Innovationsfonds unterstützt sie dabei."

Mit Mitteln aus dem Innovationsfonds werden innovative, gesellschaftspolitische Projekte von Jugendlichen und für Jugendliche gefördert. Sie leisten einen Beitrag zu mehr Jugendgerechtigkeit in unserer Gesellschaft.

Beispielsweise beteiligen sich wohnungslose Jugendliche an Baumaßnahmen. Sie schleifen, bohren, spachteln und bringen dabei ihre eigenen Ideen in entstehende Wohnungen ein, um dann selbst einzuziehen. In einem anderen Projekt lernen geflüchtete Jugendliche, wie sie ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen im Alltag gezielt einsetzen können. Mehrsprachigkeit wird dabei nicht als Problem im Integrationsprozess gesehen, sondern als Potenzial für eine inklusive Gesellschaft erkannt.

Die Handlungsfelder

Gefördert werden Projekte in fünf Handlungsfeldern:

  • Internationale Jugendarbeit (Mehr Austausch und Begegnung - Jugend gestaltet Information und Beratung)
  • Jugendverbandsarbeit (Zugang von Menschen mit Fluchthintergrund zur Jugendverbandsarbeit)
  • Jugendsozialarbeit (Schulische, soziale und berufliche Integration von Straßenkindern)
  • Politische Bildung (Flucht, Migration, Heimat und Religion - Was hält unsere Gesellschaft zusammen?)
  • Kulturelle Bildung (Inklusion)

Das Projekt "Eigenständige Jugendpolitik im Innovationsfonds" der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) vernetzt die Handlungsfelder und gibt so allen Themen, Aktivitäten und Akteuren einen gemeinsamen Rahmen. Es fördert den Austausch und macht die Entwicklungen und Ergebnisse für die Öffentlichkeit sichtbar.

Gesamtstrategie für Eigenständige Jugendpolitik

Der Innovationsfonds gehört zur Jugendstrategie "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft", die das Bundesjugendministerium seit 2015 gemeinsam mit vielen Partnern umsetzt.

Im Mittelpunkt der Jugendstrategie stehen junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren. Zugrunde liegt das Konzept der "Eigenständigen Jugendpolitik: Jugendliche und junge Erwachsene wollen sich qualifizieren, sie wollen selbstständig werden und sie wollen ihren Platz in der Gesellschaft finden. Um das zu ermöglichen, muss die Politik geeignete Rahmenbedingungen schaffen. "Eigenständige Jugendpolitik" setzt auf die Beteiligung der jungen Generation und das Zusammenwirken vieler Akteure.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 30.11.2017

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