Kinder- und Jugendpolitik / Sozialpolitik

Niedersachsen fördert Projekte des Kinderschutzbundes für mehr gesellschaftliche Teilhabe

Vier Kinder unterschiedlicher ethnischer Herkunft spielen freudig miteinander
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Aktiv gegen Kinderarmut in Niedersachsen – „Mitten drin“ ermöglicht Kindern aus einkommensschwachen Familien echte Teilhabe. Bereits 650 Projekte wurden realisiert, nun wird die Förderung für Kinder aus einkommensschwachen Familien aufgestockt. Der Kinderschutzbund unterstützt mit der Landesförderung freie Träger der Jugendhilfe, gemeinnützige Vereine und Verbände, die Kinder vor Ort erreichen.

Kinder und Jugendliche in ihren eigenen Kompetenzen stärken und ihnen so einen Weg aufzeigen, ihr Leben aktiv mit zu gestalten. Das sind die Ziele des Projektes „Mitten drin! Jung und aktiv in Niedersachsen“. Oftmals sind es Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, die sich in sich selbst zurückziehen und so den Weg in die falsche Richtung gehen.

Unterstützung für Träger, Vereine und Verbände

„Jedes Kind und jeder Jugendliche hat das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe. Wer bereits in jungen Jahren lernt, selbstbewusst aufzutreten, hat es in vielen Lebenslagen leichter. Hier setzt das Projekt an und das macht es so besonders“, unterstreicht Sozialministerin Carola Reimann. Das Land fördert das Programm des Kinderschutzbundes Niedersachsen seit 2014 mit insgesamt rund 2,1 Millionen Euro.

Der Kinderschutzbund unterstützt mit der Landesförderung freie Träger der Jugendhilfe, gemeinnützige Vereine und Verbände. Bislang wurden dank des Programms 650 Angebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Schulalter auf den Weg gebracht. Allein im Jahr 2018 haben sich rund 100 Vereine und Initiativen um die Förderung ihrer Projektideen beworben.

Projekte erreichen Kinder direkt vor Ort

Jetzt stockt das Land die Förderung um 133.000 Euro bis Ende 2019 auf, damit das erfolgreiche Projekt weiter laufen kann. „Mit der Vielzahl der Projekte, die häufig ehrenamtlich organisiert sind, erreichen wir Kinder und Jugendliche im ganzen Land und direkt vor Ort. Die Fördermittel sind gut angelegt, denn so wird den Kindern und Jugendlichen die Chance auf echte Teilhabe ermöglicht“, betont Dr. Carola Reimann. So sorgten beispielswiese vom Frauenhaus Verden organisierte therapiegestützte Ponywochen dafür, dass von Gewalt traumatisierte Kinder ihre körpereigenen Ressourcen entdeckten. Die gesellschaftliche Teilhabe durch gemeinsames Musizieren hatte das Projekt „Chancengleichheit in der Musik“ in Celle zum Fokus. Hier wurden gezielt Kinder mit Migrationshintergrund angesprochen.

Signal gegen Kinderarmut in Niedersachsen

Johannes Schmidt ist Landesvorsitzender des Niedersächsischen Kinderschutzbundes und freut sich über die neuen Fördermittel: „Das ist ein ausgezeichnetes Signal angesichts der Kinderarmut in Niedersachsen. Armut macht mutlos und nimmt viel Lebensenergie. Genau hier setzen die „Mitten drin!“-geförderten Angebote an.“

„Mit dem Deutschen Kinderschutzbund, Landesverband Niedersachsen haben wir einen kompetenten und hervorragend vernetzten Projektträger. Allein in Niedersachsen gibt es über 62 Kreis- und Ortsverbände, die im Hinblick auf die weitere Umsetzung des Projektes unmittelbar eingebunden werden können“, so die Sozialministerin.

Weitere Informationen sowie einen Überblick über die geförderten Projekte gibt es auf der Webseite www.mittendrin-niedersachsen.de.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vom 29.01.2019

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