Kinder- und Jugendpolitik

LJR Saar fordert Etaterhöhung

Auf zum Teil neue Gesichter in der CDU-Landtagsfraktion trafen die Mitglieder des Vorstands des Landesjugendrings Saar am 2. Februar, als sie mit dem Arbeitskreis Soziales der CDU-Fraktion unter Leitung von Hermann-Josef Scharf über aktuelle jugendpolitische Themen diskutierten.

Zunächst präsentierten die LJR-Verantwortlichen die Schwerpunkte ihrer Arbeit aus den letzten zwölf Monaten. Stichworte waren: das Partizipationsprojekt „Ding Dein Dorf“, Initiativen zum Schutz des Kindeswohls in der ehrenamtlichen Jugendarbeit, die Juleica als Qualitätssiegel für JugendleiterInnen, die Aktionen der Jugendverbände im Superwahljahr sowie die Medienkompetenzprojekte des Jugendserver-Saar.

Tobias Hans, der neue jugendpolitische Sprecher der CDU interessierte sich besonders für die Projekttage Komcomm, bei denen der Jugendserver-Saar Kids ab 12 Jahre den sozial und technisch kompetenten Umgang mit Social communities näherbringt und diese anschließend für Gleichaltrige, Eltern oder LehrerInnen als MultiplikatorInnen tätig werden können. Er unterstützte das Anliegen des Landesjugendrings, die neuen Medien nicht nur von ihren Gefahren her sondern auch aus dem Blickwinkel der Chancen für die Sozialisation und das Lernen der Jugendlichen zu betrachten.

Ebenfalls auf positive Resonanz stieß das LJR-Beteiligungsprojekt „Ding Dein Dorf“, mit dem Kinder und Jugendliche 2008 im gesamten Land Städte und Gemeinden auf ihre Jugendfreundlichkeit und Jugendtauglichkeit testeten. Höhepunkt waren dann Anfang 2009 10 Vereinbarungsgespräche, in denen es gelang KommunalpolitikerInnen und Heranwachsende miteinander ins Gespräch zu bringen und verbindliche Verabredungen zu treffen. Diese Art der direkten Beteiligung empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft allen Kommunen, da so projektorientiert auf absehbare Zeit konkret vereinbarte Veränderungen für Kinder und Jugendliche sichtbar werden. Catharina Becker vom LJR-Vorstand warb in diesem Zusammenhang zudem dafür, im Kommunalen Selbstverwaltungsgesetz zu regeln, dass Kinder und Jugendliche bei sie betreffenden Fragen beteiligt werden müssen - und nicht nur können. Der Vorstand setzte sich bei der CDU-Fraktion erneut auch für die Herabsetzung des Wahlalters bei Kommunalwahlen ein, das schon in sieben Bundesländern eingeführt worden ist. Die CDU-VertreterInnen sehen dieses Anliegen skeptisch, wollten sich aber im Gespräch noch nicht abschließend festlegen.

Weiteres Thema war die Suchtprävention. Präventionsprojekte wie „Volle Peilung“ von Juz-united seien sinnvoll und müssten weiter gefördert werden. Hinzu komme aber auch, so die gemeinsame Meinung, die Durchsetzung der Jugendschutzgesetze, die keiner Verschärfung sondern nur der konsequenten Anwendung bedürften.

Schließlich erinnerte der Landesjugendring die FraktionsvertreterInnen an das Versprechen der Koalitionsvereinbarung „die grundsätzliche Handlungsfähigkeit des Landesjugendrings“ zu gewährleisten. „Wer die Handlungsfähigkeit der Arbeitsgemeinschaft nicht gefährden will, muss den Etat des LJR deutlich erhöhen!“ betonte Mark Harlos, der Kassierer des LJR. Hermann-Josef Scharf konnte diesbezüglich noch keine abschließende Antwort geben, verwies aber auf die anstehenden Haushaltsberatungen, bei denen diese Frage geprüft werde. Er sprach schließlich den anwesenden Verantwortlichen des Jugendrings stellvertretend für alle in den Jugendverbänden aktiven MitarbeiterInnen seine Anerkennung für die vielfältigen Leistungen in der saarländischen Jugendarbeit aus.

Am Gespräch nahmen teil für die CDU-Fraktion: Dagmar Heib, Gisela Rink, Tobias Hans, Hermann- Josef Scharf, Lydia Schaar (Mitarbeiterin), Kathrin Gross (Mitarbeiterin, Ministerium)

Für den Landesjugendring waren vertreten: Heike Weber, Catharina Becker, Frank Kettern, Mark Harlos, Georg Vogel (Geschäftsführer)

Herausgeber: Landesjugendring Saar

 

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