Kinder- und Jugendpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

ljr-Forderungen für ein jugendgerechtes Brandenburg

Eine Gruppe Jugendlicher sitzt auf einer Bank und die meisten haben ihre Smartphone in den Händen
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Das Aufwachsen und Hineinwachsen junger Menschen in die Gesellschaft ist heute besonderen Herausforderungen unterworfen. Anlässlich der Landtagswahlen 2019 hat der Landesjugendring (ljr) dringend notwendige jugendpolitische Verbesserungsbedarfe herausgearbeitet und im Forderungspapier „Für ein jugendgerechtes Brandenburg!“ zusammengestellt.

Laut der aktuellen Brandenburger Jugendstudie sind junge Brandenburger/-innen heute zufriedener denn je. 34 Prozent von ihnen können sich vorstellen, in Brandenburg zu bleiben. „Auf den ersten Blick sind das natürlich erfreuliche Zahlen. Sie sollten jedoch trotzdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass Brandenburg nach wie vor das Bundesland mit den wenigsten jungen Menschen ist und dass immer noch fast 2/3 der jungen Menschen nicht in Brandenburg bleiben wollen. Auch wenn es vielen Jugendlichen heute gut geht, gibt es gleichzeitig viele junge Menschen, die besondere Herausforderungen zu bewältigen haben. “, so Silke Hansen, Vorstandssprecherin Landesjugendring Brandenburg e.V..

Die Gestaltung jugendlicher Lebenslagen ist eine eigenständige politische Aufgabe

Jugend ist keine Übergangsphase vom Kind zum Erwachsenen, sondern eigenständige Lebensphase, in der es für junge Menschen darum geht, sich zu qualifizieren, sich zu verselbstständigen und sich selbst zu positionieren. Die Gestaltung jugendlicher Lebenslagen sollte daher als eigenständige politische Aufgabe anerkannt werden. Es sind nicht nur ihre Fähigkeiten und Entscheidungen, die Einfluss darauf nehmen, wie Jugendliche und junge Erwachsene die genannten Herausforderungen meistern, sondern maßgeblich auch politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen.

Forderungen des Landesjugendrings

Mit Blick auf diese Bedingungen hat der Landesjugendring Brandenburg e.V. anlässlich der Landtagswahlen 2019 dringend notwendige Verbesserungsbedarfe herausgearbeitet und im Forderungspapier „Für ein jugendgerechtes Brandenburg!“ zusammengestellt.

Die Forderungen lauten:

  • Jugendverbandsarbeit fördern
  • Ehrenamtliches Engagement fördern
  • Freiwilligendienste stärken
  • Demokratiebildung stärken
  • Freiräume erhalten und schaffen
  • Gleichberechtigung aller jungen Menschen in Brandenburg schaffen
  • Jugendgerechte Infrastruktur ausbauen
  • Nachhaltigkeit verbessern

Dazu Silke Hansen: „Brandenburg hat sich in den letzten Jahren auf einen guten Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit gemacht. Will das Land zukunftsfähig bleiben, muss allerdings mehr passieren. Daher freuen wir uns, wenn unsere Forderungen möglichst vielfältig Eingang in die Wahlprogramme zu den Landtagswahlen finden!“

Quelle: Landesjugendring Brandenburg e.V. vom 12.02.2019

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