Kinder- und Jugendpolitik / Nachhaltigkeit

Landesjugendring Brandenburg erklärt seine Solidarität mit „Fridays for Future“

Kinder und Jugendliche mit Plakaten und Bannern demonstrieren bei Fridays for Future
Bild: Mika Baumeister - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Der Hauptausschuss des Landesjugendring Brandenburg hat am 11. April 2019 eine Solidaritätserklärung gegenüber „Fridays for Future“ verabschiedet. Er spricht sich für Anerkennung und Respekt für das Engagement der Jugendlichen aus und fordert die Landespolitik und die Landesregierung auf, dem Recht auf freie Meinungsäußerung klare Priorität einzuräumen statt Ordnungsmaßnahmen anzudrohen.

Seit Ende letzten Jahres treten Freitag für Freitag Schüler/-innen in beispielloser Art und Weise unter dem Motto „Fridays for Future“ für ihre Zukunft ein und fordern eine andere und bessere Klimapolitik, so der Landesjugendring Brandenburg. Es werde deutlich, dass junge Menschen genau verstehen, dass ihre persönliche Zukunft vom Klimawandel betroffen sein wird. Sie sind nicht bereit, die Folgen der aktuellen Klimapolitik hinzunehmen.

Zeichen lebendiger Demokratie

Der Landesjugendring erachtet die Demonstrationen daher als notwendigen Schritt sowie als ein Zeichen lebendiger Demokratie. Die Bewegung ist ein Positivbeispiel demokratischer Meinungsbildung und außerparlamentarischer Willensbekundung der jungen Generation. Viele der Demonstrierenden dürfen noch nicht wählen und haben keine anderen Möglichkeiten, für ihre Themen politisch aktiv zu werden. Junge Menschen informieren sich, organisieren sich und übernehmen politische Verantwortung. Dafür verdienen die Jugendlichen Anerkennung und Respekt. Ihr Engagement ist ernst zu nehmen und zu unterstützen, so der Landesjugendring weiter.

Recht auf Meinungsäußerung statt Ordnungsmaßnahmen

In seiner Erklärung begrüßt der Landesjugendring Anliegen und Aktionsformen von „Fridays for Future“ und erklärt seine Solidarität mit der Jugendbewegung. Die regelmäßig stattfindenden Demonstrationen sollten Schüler/-innen nicht versagt oder unter Androhung von Ordnungsmaßnahmen unterbunden werden.

Zudem fordert der Landesjugendring die Landespolitik und die Landesregierung auf, dem Recht auf freie Meinungsäußerung klare Priorität einzuräumen, den Teilnehmer/-innen der „Fridays for Future“-Bewegung, den Rücken zu stärken und vor allem ihre Anliegen ernst zu nehmen.

Unterstützung vor Ort angeboten

Die Mitgliedsorganisationen des Landesjugendring Brandenburg e.V. sowie deren Untergliederungen erklären sich bereit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten lokale Demonstrationsgruppen der „Fridays for Future“-Bewegung, sofern von ihnen gewünscht, zu unterstützen. Dies kann zum Beispiel durch inhaltliche Beratung oder materiell, etwa im Bereitstellen von Räumlichkeiten oder technischer Ausstattung erfolgen.

Quelle: Landesjugendring Brandenburg e.V. vom 12.04.2019